Von links: Erik Finke, Henning Onkes, Hauke Herdejürgen und Franziska Materne (beide Klimaschutzagentur Mittelweser) auf dem Kirchplatz. Klimaschutzagentur Mittelweser

Von links: Erik Finke, Henning Onkes, Hauke Herdejürgen und Franziska Materne (beide Klimaschutzagentur Mittelweser) auf dem Kirchplatz. Klimaschutzagentur Mittelweser

Nienburg 12.07.2019 Von Die Harke

Blühpflanzen für Hummeln auf dem Kirchplatz

Gemeinsame Aktion von Stadt, Klimaschutzagentur und Gärtnerei

In seiner Mittagspause entdeckte Hauke Herdejürgen, Mitarbeiter der Klimaschutzagentur Mittelweser, beim Gang über den Nienburger Kirchplatz hunderte tote Hummeln ringsherum um die dort stehenden Linden. Kurze Nachforschungen im Büro in einem Bericht des NABU zum Hummelsterben unter blühenden Linden brachten die Erkenntnis: Das hochsommerliche Sterben der Hummeln unter den Linden wird hervorgerufen durch das Verhungern der Tiere aufgrund von Nektarmangel. Um dieser Tatsache entgegenzuwirken, entstand die Idee, Blumenkübel unter den Bäumen aufzustellen, um den Hummeln ein vielfältiges Nahrungsangebot mit blühenden Stauden zu liefern und dem Massensterben der Tiere entgegenzuwirken. Linden stellen eine der letzten großen Nektarquellen in der Vegetationsperiode dar, doch die Nahrung ist nicht ausreichend.

Von der Idee, die Hummeln bei der Nahrungssuche zu unterstützen, war auch Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes überzeugt. So wurde die Gärtnerei Woelk für das Projekt gewonnen und die drei Blumenkübel vom Mitarbeiter der Gärtnerei Woelk, Erik Finke, aufgestellt. Die ersten Hummeln endeckten die Blütenpracht bereits sehr schnell.

Auch Bürger können laut Klimaschutzagentur gegen das Hummelsterben vorgehen und ihre Balkone oder Gärten mit spätblühenden Stauden, wie Malven, Stockrosen, Lavendel, Sommerflieder oder vielen weiteren bestücken.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

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