Für noch mehr natürliches Leben im Wassarium: Joachim Oltmann, Evelyn Glogger, Gudrun Selten-Pohl, Wolfgang Braun und Tim Hauschildt (von links). Foto: Wasserverband An der Führse

Für noch mehr natürliches Leben im Wassarium: Joachim Oltmann, Evelyn Glogger, Gudrun Selten-Pohl, Wolfgang Braun und Tim Hauschildt (von links). Foto: Wasserverband An der Führse

Drakenburg 07.11.2020 Von Die Harke

Blühwiese, Insektenhotels, Nisthilfen

Heimatverein Drakenburg und Wasserverband An der Führse für noch mehr natürliches Leben im Wassarium

Der Blick über die 6000 Quadratmeter große Grünfläche am Wassarium verrät noch nicht, was dort entsteht. Dafür gibt es eine Infotafel: Der Heimatverein Drakenburg legt dort – unterstützt vom NaBu und dem Wasserverband An der Führse - eine Blühwiese an. Zwei Insektenhotels und Nisthilfen für Vögel kommen noch dazu.

Der Heimatverein engagiert sich gegen das Insektensterben und den damit einhergehenden Bestandsrückgang der meisten Vogelarten, verdeutlicht Wolfgang Braun vom Heimatverein. „Die Wiese wird lediglich zweimal im Jahr gemäht“, erklärt seine Vereinskollegin Gudrun Selent-Pohl. „Das gemähte Gras wird abgefahren und kompostiert. Dadurch gelangen weniger Nährstoffe in den Boden und es entsteht eine wertvolle Magerwiese.“

„Um das Grundwasser hier am Wasserwerk zu schützen, haben wir im Laufe der Jahre 22 Hektar aufgekauft und aus der Bewirtschaftung genommen.“ Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Trinkwasserversorgung beim Führse-Verband, zeigt auf die Teiche, den Bruchwald und die Laubgehölze im Umkreis: „Das wurde vor ein paar Jahren alles noch intensiv genutzt. Wir haben das umgestaltet und mit dem Wassarium einen außerordentlich beliebten Lernort zum Thema Grundwasserschutz geschaffen. Gleichzeitig sorgen wir konkret dafür, dass das Grundwasser vor landwirtschaftlichen Einträgen geschützt wird. Die Blühweise passt wunderbar in unser Konzept.“

Auch Verbandsvorsteher Tim Hauschildt lobt das Engagement des Heimatvereins: „Wir werden das weiter unterstützen, auch weil Wiese und Nisthilfen den Aspekt der Umweltbildung in unserer Arbeit ergänzen. Hier wird der Zusammenhang zwischen Grundwasserneubildung, Lebensraum für Insekten und dem Überleben der Vögel deutlich werden.“

Der Wasserverband stellt die Fläche zur Verfügung und ließ auch die Infotafel aufstellen. Um die Pflege der Wiese, die Insektenhotels und Nisthilfen kümmern sich Heimatverein und NaBu.

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Erstellt:
7. November 2020, 19:44 Uhr
Lesedauer:
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