Der Hinübersche Garten ist Schauplatz zahlreicher, auch kultureller
Veranstaltungen der Gartenregion Hannover. Gartenregion

Der Hinübersche Garten ist Schauplatz zahlreicher, auch kultureller Veranstaltungen der Gartenregion Hannover. Gartenregion

Region Hannover 21.05.2017 Von Die Harke

„Blütezeit“ in der Gartenregion

Veranstaltungsprogramm hat begonnen

Geschichte und Geschichten stehen auf dem Programm der Gartenregion Hannover in diesem Jahr. Unter dem Titel „Blütezeit“ hat der Veranstaltungsreigen mit insgesamt rund 30 Terminen begonnen. Den Schlusspunkt setzt Ende Oktober das Kochseminar „Köstlichkeiten von der Streuobstwiese“ im Kloster Mariensee in Neustadt. Dazwischen sind in der Gartenregion sommerliche Picknicks mit Musik und Prosa, rollende Lesungen, poetische Friedhofsführungen, Fahrraderlebnistouren und bunte Familienfeste zu erleben – die meisten davon kostenfrei! Mit einem Festakt wurde am Samstag, 20. Mai, die Eröffnung des Hinüberschen Gartens vor 250 Jahren gefeiert. In seinem Jubiläumssommer wird der Hinübersche Garten am 17. Juni auch zur grünen Kulisse für ein Parkkonzert des Chors der Leibniz Universität Hannover und des Hannoverschen Oratorienchors. Noch mehr Gartengeschichte(n) werden am 1. Juli beim Sommerpicknick mit Lyrik und Musik aufgedeckt: „Komm in den verschwiegenen Garten“.

Ein runder Geburtstag wird im Gartenregionsjahr 2017 auch auf dem Hermannshof in Völksen gefeiert. Vor 100 Jahren wurde im Park des Anwesens der Teepavillon von Baumeister Bernhard Hoetger errichtet. Dem frisch restaurierten Häuschen zu Ehren wird am 28. Mai ein Sommerfest gegeben. Musikalische Gäste sind Triebwerk Hornung mit dem Echo-Preisträger Wanja Slavin am Saxofon. Die „Weltkulturerbse Hermannshof“, ein szenischen Literaturstück in 100 Akten, verfasst vom Literaten-Duo Jörg W. Gronius und Bernd Rauschenbach, erlebt dann am Pfingstmontag, 5. Juni, seine Uraufführung.

Sagenhaftes und Geheimnisvolles erfahren Kultur- und Naturfans beim Lustwandeln im Laubengang von Schloss Landestrost. Auf zwei szenischen Führungen nimmt Schauspieler Rainer Künnecke am 5. August und am 30. September seine Gäste mit in die Zeit von Herzog Erich II..

In der Wedemark führt der Weg über den eiszeitlichen Erlebnispfad Brelinger Berg. Die Geologin und Paläontologin Dr. Kerstin Athen gibt an zehn künstlerisch gestalteten Stationen Einblick in die Entstehungsgeschichte. Erster Termin ist der 10. Juni. Im Laufe des Sommers folgen weitere spannende Familien-Expeditionen.

Friedhöfe sind nicht nur Orte für würdige Abschiede vom Leben, für Gedenken und Andenken, sie sind durch ihre großzügige, parkähnliche Gestaltung auch Gärten der Ruhe mitten in der Stadt. Der Lokalliterat und Bühnenkünstler Kersten Flenter und die Leiterin der hannoverschen Friedhofsverwaltung, Cornelia Wächtler, greifen an vier Tagen auf vier Friedhöfen Geschichte und Geschichten dieser Orte auf und verknüpfen historische mit aktuellen Ereignisse: History meets Poesie findet erstmals am 2. Juni auf dem Stadtfriedhof Stöcken statt.

Eine literarische Tour ist aber auch auf einer ehemaligen Zeche möglich. Für die Gartenregion ist die Literarische Komponistin und Rezitatorin Marie Dettmer zwischen Abraumhalde und „vor Ort“ im Flöz. Der Floraliteraische Spaziergang über und unter Tage mit ausgewählter Lyrik und Prosa zu Botanik und Bergbau kann am Pfingstmontag und am 2. September im Zechenpark und Besucherbergwerk Barsinghausen unternommen werden.

Auf der VW-Seebühne im Sturmhafen Steinhude künden die Dichterinnen und Dichter des Open Air Poetry Slams von Laubenglück und Heckenschnitt (25. Juni). Geboten werden Gartengeschichten, bei denen man buchstäblich das Gras wachsen hören kann – blumiger Ausdruck und regionale Stilblüten eingeschlossen. Geleitet wird der poetische Wettstreit von Tobias Kunze und Henning Chadde. Ersterer führt auch das „LiteRadeln“ am 8. Juli an.

Picknick-Konzerte mit regionalen Chören und reich bestückten Delikatessenkörben sorgen im Hinüberschen Garten (17. Juni), am Mittellandkanal in Hannover-Misburg (18. Juni), im Amtsgarten von Schloss Landestrost (13. August), beim Sängerfest auf dem Hermannshof (27. August)und im hannoverschen Hermann-Löns-Park (3. September) für Sinnesfreuden.

Eingebunden in das Jahresprogramm der Gartenregion sind die „Evergreens“ Grünes Hannover (150 kostenlose Führungen), das private Gartenbesuchsprogramm Offene Pforte (167 Angebote) und die Streifzüge mit den Gästeführerinnen durch den Calenberger Landsommer. Auch einige Konzerte des Kultursommers spielen sich in Gärten oder Parks ab.

Mit zwei besonderen Erlebnissen für sehbehinderte Menschen lässt die Gartenregion das Programm ausklingen: Am 23. September lädt sie zur obstreichen Gartentafel ans Steinhuder Meer, und am 8. Oktober werden auf dem Kronsberg Wilde Früchtchen ertastet, gerochen und probiert.

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Erstellt:
21. Mai 2017, 21:00 Uhr
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