Die Bohrungen sollen Antworten auf einige Fragen bringen. LBEG

Die Bohrungen sollen Antworten auf einige Fragen bringen. LBEG

Eystrup 26.09.2017 Von Die Harke

Bohrkampagne im Landkreis startet

LBEG untersucht Flussablagerungen der Weser / Vom 4. bis zum 31. Oktober sind Kernbohrungen geplant

Sie ist die stille Hauptakteurin bei der Entstehung des Landschaftsbildes im Landkreis Nienburg: die Weser. Ihr Untergrund hat sich durch die Ablagerung mächtiger Sand- und Kiespakete gebildet. Doch woher genau stammen diese Kiese und Sande, die der Strom auf seinem Weg aufnimmt und im norddeutschen Tiefland wieder ablagert? Wie sind die geologischen Schichten im Untergrund der Weserniederung aufgebaut und wie weit sind sie verbreitet? Um diese Fragen zu klären, lässt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie ([DATENBANK=3217]LBEG[/DATENBANK]) in seiner Funktion als Staatlicher Geologischer Dienst von Niedersachsen vom 4. bis zum 31. Oktober drei Kernbohrungen im Raum Eystrup niederbringen.

Die Bohrungen werden von einer externen Firma bis in eine Tiefe von 50 Metern vorgenommen und von LBEG-Experten geowissenschaftlich begleitet. Durch die Bohrungen erhoffen sich die Geowissenschaftler Erkenntnisse über die Flussablagerungen des Wesertals und weitere vorwiegend aus Lockergesteinen aufgebaute Schichten des Quartärs (Eiszeitalter und gegenwärtige nacheiszeitliche Warmzeit) sowie des Tertiärs (über 2,6 Millionen Jahre alt).

Die gewonnen Bohrkerne werden in das Bohrkernlager des LBEG nach Hannover transportiert und dort detailliert untersucht. Dadurch erhalten die Geowissenschaftler Informationen über den genauen Schichtaufbau, die Materialzusammensetzung im Untergrund und wertvolle Hinweise auf die komplexe Entstehungsgeschichte des Wesertals.

Die Ergebnisse unterstützen das LBEG zukünftig bei der Klärung geowissenschaftlicher Fragen, bei Beratungsaktivitäten und dem Verständnis der Geologie von Niedersachsen. Wie bei allen Bohrungen der geologischen Landesaufnahme werden auch die in diesem Gebiet erzielten Ergebnisse nach Abschluss der Arbeiten in die Bohrdatenbank Niedersachsen eingestellt.

Das Landesamt weist abschließend darauf hin, dass die Bohrarbeiten nicht in Verbindung mit den Themen Fracking, CO2-Speicherung und Endlagerung radioaktiver Abfälle stehen.

Die Ergebnisse sind im Internet auf der Seite

http://nibis.lbeg.de/cardomap3/ einsehbar.

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Erstellt:
26. September 2017, 16:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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