Botschaftssekretär im Rathaus

Die weißrussische Botschaft in Deutschland hat Zuwachs bekommen. Sergei Andrushkevich wurde offiziell zum Zweiten Botschaftssekretär bestellt. Aus diesem Anlass stellte sich der Diplomat zu einem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Henning Onkes vor. Bei Kaffee und Keksen wurde die aktuelle Situation der Beziehungen zu Weißrussland angesprochen. Dabei betonte Andrushkevich, wie wichtig der Botschaft in der Bundesrepublik die freundschaftliche Verbundenheit mit der Stadt Nienburg sei. Andrushkevich sprach dem Bürgermeister den Dank Weißrusslands für die langjährige Partnerschaft zu Witebsk und die Unterstützung aus, die Nienburg im Rahmen dieser Freundschaft auf verschiedenen Ebenen geleistet habe.

Bei dem Gespräch dabei waren der stellvertretende Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer, der Erste Stadtrat Jan Wendorf, Kulturbüroleiterin Cornelia Kramer und der Vorsitzende des Arbeitskreises Gedenken, Thomas Gatter.

Schlemermeyer berichtete über seine Erfahrungen mit der Partnerschaft zwischen den Feuerwehren Nienburgs und seiner Ortsteile sowie den Feuerwehrleuten in Witebsk. Diese Freundschaft habe fast drei Jahrzehnte Bestand und sei so lebendig wie eh und je. Kramer gab eine Einschätzung der lebendigen kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Städten. Wendorf, zugleich Vorsitzender des Partnerschaftsvereins „Nienburg – Freundschaften weltweit“, sagte, dass auch nach Integration des Freundeskreises Witebsk in die übergreifende Struktur des Partnerschaftsvereins das Verhältnis zur Partnerstadt Witebsk und zu Weißrussland nachhaltig und aktiv bleiben würde.

Mit Blick auf den zurückliegenden Tschernobyl-Gedenktag (26. April) äußerte der Botschaftssekretär sein starkes Interesse an den Aktivitäten der Tschernobyl-Hilfe in Nienburg und der Region, von denen besonders Kinder aus den von radioaktiver Strahlung betroffenen Landesteilen Weißrusslands enorm profitiert hätten.