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Rubriken: Top-Themen und Boulevard

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Berlin

Drama «Synonyme» gewinnt den Goldenen Bären

Anke Engelke lässt das Haar wehen. Was wird sie kü...Anke Engelke lässt das Haar wehen. Was wird sie künftig ohne Dieter Kosslick machen? Foto: Ralf Hirschberger
Anke Engelke lässt das Haar wehen. Was wird sie künftig ohne Dieter Kosslick machen? Foto: Ralf Hirschberger
Anke Engelke lässt das Haar wehen. Was wird sie künftig ohne Dieter Kosslick machen? Foto: Ralf Hirschberger

Die Jury eines Filmfestivals muss sich immer auch entscheiden - eher Kunst oder eher Kasse? Bei der 69. Berlinale haben die Juroren die Kunst gewählt.

Der Goldene Bär ging an den Spielfilm «Synonyme» des israelischen Regisseurs Nadav Lapid. Und gleich zwei wichtige Preise gab es am Samstagabend für die deutschen Regisseurinnen Angela Schanelec und Nora Fingscheidt.
«Synonyme» beleuchtet in kurzen, geradezu hysterischen Momentaufnahmen die Suche eines jungen Israelis nach der eigenen Identität in Paris. Der Protagonist namens Yoav landet in einer leeren Wohnung, wird beraubt und arbeitet hier und da. Er rennt oft orientierungslos durch Straßen, über Brücken und Plätze. Dabei lernt er ununterbrochen französische Vokabeln. Ein Bild dafür, dass er um jeden Preis eine neue Identität haben will.
Nadav Lapid hat das selbst so erlebt. Vor rund 20 Jahren leistete er seinen Militärdienst in Israel. Danach habe er in Tel Aviv gelebt und plötzlich entschieden, dass er das Land verlassen müsse «und zwar mit einem One-Way-Ticket». In Frankreich habe er absichtlich kein Hebräisch mehr gesprochen und eine neue Sprache lernen müssen.
Der Film fragt, wie wichtig Heimatverbundenheit für einen Menschen ist. Lapid gewann 2011 für sein Spielfilmdebüt «Policemen» zahlreiche Preise auf internationalen Festivals. In Berlin sagte er, sein Film spiegele Kritik, aber auch eine Anhänglichkeit an Israel: «Ich fühle mich Israel verbunden.» Auch für Yoav ist es nicht so leicht wie gedacht, sich von seiner Heimat zu lösen.
Die Jury unter Vorsitz der französischen Schauspielerin Juliette Binoche hat sich damit für einen Film entschieden, der künstlerische Eigenwilligkeit und ein waches politisches Bewusstsein verbindet. Lapid erzählt seinen Film, der von Produzenten aus Frankreich, Israel und Deutschland finanziert wurde, in sprunghaften Episoden und mittels hektischen Kamerabildern.
«Synonyme» sei ein Film, der vielleicht in Israel oder Frankreich als skandalös bezeichnet werden könne, sagte Lapid. Aber für ihn sei der Film eine Feier des Kinos. Er hoffe, dass Menschen Wut, Zorn und Ablehnung auch als das anerkennen würden, was sie seien - nämlich die Geschwister von Bindung und Nähe.
«Synonyme» ist zweifellos interessant, wegen der komplizierten Gestaltung aber wohl kein Film für ein Millionenpublikum. Damit ist er keine Ausnahme im letzten Berlinale-Wettbewerb, den Dieter Kosslick verantwortet hat. Es gab in diesem Jahr viel zu rätseln. Und nicht immer lag eine Lösung auf der Hand.
So auch bei «Ich war zuhause, aber» von der deutschen Autorin und Regisseurin Angela Schanelec. In statischen Bildern und gestelzten Dialogen reflektiert sie die Lebenskrise einer alleinerziehenden Mutter und ihrer zwei Kinder. Die Jury vergab dafür den Silbernen Bär für die beste Regie. Schanelec gehört zur sogenannten Berliner Schule. Über die hat Jurymitglied Rajendra Roy, Filmkurator am MoMA in New York, 2013 ein Buch mitherausgegeben.
Das deutsche Kino bekam gleich zwei wichtige Ehrungen. Neben Schanelec konnte auch Autorin und Regisseurin Nora Fingscheidt jubeln. Sie erhielt den Alfred-Bauer-Preis, einen Silbernen Bären, für «Systemsprenger». Mit dem Drama über ein von Gewaltausbrüchen getriebenes Mädchen gelang ihr ein gedankenreicher, auch emotional ansprechender Spielfilm-Erstling.
Es war keine Überraschung, dass Fatih Akins Romanverfilmung «Der Goldene Handschuh» leer ausging. Das Porträt des Hamburger Serienmörders Fritz Honka hat eher wenige Besucher überzeugt. Der Große Preis der Jury ging an ein hochaktuelles Drama: In «Gelobt sei Gott» zeigt Regisseur François Ozon, wie sich Menschen zusammentun, die Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche geworden sind. Der Fall beschäftigt derzeit in Frankreich die Justiz.
Dieter Kosslick hatte für die diesjährige Berlinale das Motto «Das Private ist politisch» ausgegeben. Dem entsprechen am deutlichsten die Auszeichnungen für die beste Schauspielerin und den besten Schauspieler: Die Silbernen Bären gingen an die Chinesen Yong Mei und Wang Jingchun, die Hauptdarsteller von «So Long, My Son». Eindringlich, aber nie sentimental zeigt der Film, wie die Politik das Leben einzelner beeinflusst, etwa die lange geltende Ein-Kind-Politik in China.
Kosslick hat wie immer keine einfachen Filme ausgesucht. Die neue Doppelspitze, Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, hat noch nicht gesagt, wie der Kurs des Festivals künftig sein soll. Kosslick bekam zum Abschied jedenfalls warme Worte, viel Applaus und einen großen Teddybären.


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