Lagebesprechung vor Ort: Ortsbrandmeister Lars Engelke informiert die Einsatzkräfte über die Besonderheiten zum Einsatz in der Industrieanlage. Raake

Lagebesprechung vor Ort: Ortsbrandmeister Lars Engelke informiert die Einsatzkräfte über die Besonderheiten zum Einsatz in der Industrieanlage. Raake

Landesbergen 26.03.2017 Von Nils Raake, Von Oliver Hartmann

Brandausbruch in Biomasseanlage

Dauereinsatz für Feuerwehr und Johanniter

Von Mittwochnachmittag bis in den späten Freitagabend hinein waren im Landesberger Kraftwerk die Kräfte der Feuerwehr und der Johanniter im gemeinsamen Dauereinsatz. Am Mittwoch um 14:51 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle in Stadthagen die Ortsfeuerwehr Landesbergen und einen Rettungswagen der Johanniter zu einem Brandausbruch in einem überhitzten Kessel in der Biomasseanlage. Schnell war vor Ort klar, dass ein konventionelles Vorgehen mit Löschwasser aufgrund der Bau- und Betriebsweise der Anlage nicht möglich sein wird, sodass die Einsatzkräfte die Einleitung von Stickstoff zum Ablöschen veranlassten. Zur Steuerung und Überwachung dieses Einsatzes war es erforderlich, engmaschig unter schwerem Atemschutz in den Schadensbereich vorzudringen und mit Messgeräten und Wärmebildkameras die Einsatzstelle zu kontrollieren.

Seither blieben stets das Landesberger Tanklöschfahrzeug und eine Besatzung des Rettungswagens auf dem Betriebsgelände vor Ort einsatzbereit und führten die notwendigen Arbeiten durch. Um diese Einsatzbereitschaft über die gesamte Dauer hinweg zu gewährleisten, lösten sich die Einsatzkräfte schichtweise vor Ort ab. Aufgrund des hohen Personalbedarfs kamen ab Donnerstagabend auch die Feuerwehren aus Estorf und Brokeloh zum Einsatz.

Am Freitagnachmittag rückte dann ein Großaufgebot der Wehren aus Landesbergen, Estorf und Brokeloh zum Kraftwerk an. Auch die Johanniter standen mit drei Einsatzfahrzeugen in Bereitstellung zur Absicherung der Kräfte. Denn unter schwerem Atemschutz und mit Schutzanzügen bekleidet gingen nun die letzten der insgesamt 43 eingesetzten Atemschutztrupps auch in den direkten Schadensbereich vor, um den Brandausbruch unter Kontrolle zu bringen.

Schließlich begann eine Fachfirma, die Brandmasse abzusaugen. Diese Arbeiten werden noch weitere Tage andauern. Für die Kräfte der Feuerwehren und der Johanniter endete der Einsatz in den Nachtstunden von Freitag auf Samstag. Der Versorgungszug aus Wietzen rückte zur Einsatzstelle an und verpflegte die eingesetzten Helfer nach dem geleisteten Kraftakt vor Ort.

Ortsbrandmeister [DATENBANK=2210]Lars Engelke[/DATENBANK] sprach abschließend allen Helfern seinen Dank und Respekt für die geleistete Arbeit aus.

Um an die verschiedenen Abschnitte heran zu kommen, haben die Atemschutztrupps sich in verschiedenster Höhe an den Industriekomplex heran zu begeben. Raake

Um an die verschiedenen Abschnitte heran zu kommen, haben die Atemschutztrupps sich in verschiedenster Höhe an den Industriekomplex heran zu begeben. Raake

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Erstellt:
26. März 2017, 16:02 Uhr
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