DIE HARKE - Ihre Zeitung für den Landkreis Nienburg - Nachrichten für die Mittelweserregion seit 1871

Nienburger Zeitung von 1871

aktuelle Ausgabe: Nr. 50 von Dienstag, 28. Februar 2017

Überregionales

  • Der deutsche Journalist Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der «Welt». Foto: Can Merey/Archiv
    Brenn­punkte

    Haftrich­ter ver­hängt Un­ter­su­chungs­haft ge­gen De­niz Yü­cel

    27.02.2017, 21:26 Uhr - Istan­bul (d­pa) - Nach 13 Ta­gen im Po­li­zei­ge­wahr­sam in Istan­bul muss der «Welt»-Kor­re­spon­dent De­niz Yü­cel auf un­be­stimmte Zeit in Un­ter­su­chungs­haft in der Tür­kei. Der Istan­bu­ler Haftrich­ter sei dem ent­spre­chen­den An­trag der Staats­an­walt­schaft am Abend ge­folgt, be­rich­tete die «Welt». Dem 43-jäh­ri­gen Kor­re­spon­den­ten wür­den «Pro­pa­ganda für eine ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung und Auf­wie­ge­lung der Be­völ­ke­rung» vor­ge­wor­fen . Ver­däch­tige kön­nen in der Tür­kei bis zu fünf Jahre in Un­ter­su­chungs­haft ge­sperrt wer­den. Yü­cel be­sitzt so­wohl die deut­sche als auch die tür­ki­sche Staats­bür­ger­schaft. Er ist der erste deut­sche Kor­re­spon­dent, der seit Re­gie­rungs­ü­ber­nahme der is­la­misch-kon­ser­va­ti­ven AKP des heu­ti­gen Staats­prä­si­den­ten Re­cep Tayyip Er­do­gan im Jahr 2002 in Un­ter­su­chungs­haft kommt. Der Haft­be­fehl stieß auf scharfe Kri­tik. Bun­desaußen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­briel er­klär­te: «Das ist eine viel zu harte und des­halb auch un­an­ge­mes­sene Ent­schei­dung.» Der SPD-Po­li­ti­ker sprach von «schwie


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  • Philippinische Soldaten während der Bergung der verlassenen Jacht im November. Nach dem Mord einer Frau wurde nun auch der Mann getötet. Foto: Westmincom
    The­men des Ta­ges

    Deut­sche Gei­sel von Ter­ror­gruppe Abu Sayyaf er­mor­det

    27.02.2017, 21:10 Uhr - Ma­ni­la/­Ber­lin (d­pa) - Is­la­mis­ti­sche Ter­ro­ris­ten ha­ben auf den Phil­ip­pi­nen einen Deut­schen nach mehr als drei Mo­na­ten Gei­sel­haft bru­tal er­mor­det. Die Ter­ror­gruppe Abu Sayyaf ver­öf­fent­lichte ein Vi­deo, das die Ent­haup­tung des 70 Jahre al­ten Man­nes zeigt. Bun­des­kanz­le­rin An­gela Mer­kel ver­ur­teilte die Tat als «­bar­ba­risch» und «ab­scheu­lich» und rief zu ei­nem ent­schlos­se­nen Kampf ge­gen den Ter­ro­ris­mus auf. Der Mann war An­fang No­vem­ber ent­führt wor­den, als er zu­sam­men mit sei­ner Le­bens­ge­fähr­tin in den Ge­wäs­sern zwi­schen den Phil­ip­pi­nen und Ma­lay­sia un­ter­wegs war. Die 59 Jahre alte Frau wurde bei dem Ü­ber­fall er­schos­sen. Ihre Lei­che wurde später auf der ver­las­se­nen Jacht der bei­den, der «Rockall», ent­deckt. Im Sü­den der mehr­heit­lich ka­tho­li­schen Phil­ip­pi­nen kämp­fen mus­li­mi­sche Se­pa­ra­tis­ten seit den 1960er Jah­ren für Au­to­no­mie. Un­ter dem Ein­fluss von Al-Kaida ent­stand 1991 die Or­ga­ni­sa­tion Abu Sayyaf . 2014 schwor sie der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) die Treue. Di


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  • Der Unfallort sah aus wie ein Trümmerfeld. Beging der Todesfahrer einen Mord? Foto: Britta Pedersen
    The­men des Ta­ges

    Spek­ta­kuläres Ur­teil: Ber­li­ner Ra­ser we­gen Mor­des ver­ur­teilt

    27.02.2017, 21:09 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Zwei Ber­li­ner Au­to­ra­ser sind für ihr töd­li­ches Ren­nen mit ei­nem auf­se­hen­er­re­gen­den Schuld­spruch bun­des­weit erst­mals we­gen Mor­des ver­ur­teilt wor­den. Das Land­ge­richt ver­hängte ge­gen die bei­den 28 und 25 Jah­ren al­ten Män­ner le­bens­lange Frei­heits­s­tra­fen . . Ih­nen wurde zu­dem le­bens­lang der Füh­rer­schein ent­zo­gen. Ein Ver­tei­di­ger des 28-Jäh­ri­gen kün­digte um­ge­hend Re­vi­sion an. Da­mit wird der Bun­des­ge­richts­hof (B­GH) den Fall prü­fen. In der Nacht zum 1. Fe­bruar 2016 hat­ten sich die bei­den Män­ner mit ih­ren auf­ge­motz­ten Sport­wa­gen auf dem Ku'damm in Ber­lin ein Ren­nen ge­lie­fert und da­bei meh­rere rote Am­pel ü­ber­fah­ren. Auf ei­ner Kreu­zung kurz vor dem Kauf­haus Ka­DeWe rammte der 28-Jäh­rige mit 160 Stun­den­ki­lo­me­tern einen Jeep, der 72 Me­ter weit ge­schleu­dert wur­de. Der 69 Jahre alte Fah­rer starb noch im Au­to. Bei der Ur­teils­ver­kün­dung wirk­ten die An­ge­klag­ten wie er­starrt . Der 28-jäh­rige blieb noch während der Be­grün­dung durch die Rich­ter mi­nu­ten­lang ste­hen u


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  • Bis zuletzt hofften Angehörige, Freunde und Kollegen, dass der «Welt»-Korrespondent freigelassen wird. Foto: Karlheinz Schindler/Archiv
    The­men des Ta­ges

    «­Nicht al­lein und nicht ver­ges­sen»: U-Haft für De­niz Yü­cel

    27.02.2017, 21:05 Uhr - Istan­bul (d­pa) - Vier Tage dür­fen Ver­däch­tige in der Tür­kei in Po­li­zei­ge­wahr­sam ge­sperrt wer­den - nor­ma­ler­wei­se. Doch nor­mal sind die Zei­ten in der Tür­kei schon lange nicht mehr; seit ver­gan­ge­nem Juli herrscht der Aus­nah­me­zu­stand. Der­zeit liegt die ma­xi­male Dauer des Po­li­zei­ge­wahr­sams bei 14 Ta­gen - und im Fall von De­niz Yü­cel ha­ben die Behör­den die Frist fast voll aus­ge­reizt. Bis zu­letzt hoff­ten An­gehö­ri­ge, Freunde und Kol­le­gen, dass der «Welt»-Kor­re­spon­dent frei­ge­las­sen wird. Doch am 13. Tag mach­ten ih­nen der Staats­an­walt und der Haftrich­ter einen Strich durch die Rech­nung. Auf An­trag des Staats­an­walts er­ließ der Rich­ter in Istan­bul am Mon­tag­abend Un­ter­su­chungs­haft ge­gen Yü­cel, der die deut­sche und die tür­ki­sche Staats­bür­ger­schaft be­sitzt. Ihm wür­den «Pro­pa­ganda für eine ter­ro­ris­ti­sche Ver­ei­ni­gung und Auf­wie­ge­lung der Be­völ­ke­rung» vor­ge­wor­fen, be­rich­tete die «Welt». Un­ter Ter­ror­ver­dacht sit­zen Dut­zende tür­ki­sche Jour­na­lis­ten in U-Haft. Wie frag­wür­dig die Vor­wü


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  • US-Militärfahrzeuge in Brandenburg: Donald Trump will das Verteidigungsbudget um 54 Milliarden Dollar anheben. Foto: Ralf Hirschberger
    Brenn­punkte

    Trump will ­Ver­tei­di­gungs­bud­get mas­siv er­höhen

    27.02.2017, 18:24 Uhr - Wa­shing­ton (d­pa) - Es soll ein op­ti­mis­ti­sches Bild vol­ler Tat­kraft und Si­cher­heit wer­den: Be­glei­tet von his­to­risch schlech­ten Um­fra­ge­wer­ten will US-Prä­si­dent Do­nald Trump mit sei­ner ers­ten Rede vor dem Kon­gress die Eck­steine sei­ner Po­li­tik um­reißen. Ein Schwer­punkt werde das Thema der na­tio­na­len Si­cher­heit sein, sagte Trump am Mon­tag im Weißen Haus bei ei­nem Tref­fen mit Gou­ver­neu­ren. Der Prä­si­dent will das US-Ver­tei­di­gungs­bud­get um zehn Pro­zent oder 54 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an­he­ben. Das sieht nach An­ga­ben des Weißen Hau­ses vom Mon­tag sein Bud­get­ent­wurf vor, der im März an den Kon­gress ü­ber­mit­telt wer­den soll. Im Ge­gen­zug soll­ten 54 Mil­li­ar­den US-Dol­lar bei den meis­ten an­de­ren Mi­nis­te­rien und Re­gie­rungs­agen­tu­ren ein­ge­spart wer­den. «Fast alle wer­den Ein­spa­run­gen er­le­ben, mit Aus­nahme des Si­cher­heits­be­reichs­», hieß es. Nach die­sem Haus­halt­s­ent­wurf werde vom Rest der Welt er­war­tet, die ei­gene Rolle in ei­ner Reihe der­je­ni­gen Pro­gramme aus­zu­wei­ten, in de­nen sich die US


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  • Richter Willi Thoms (l.) und der Vorsitzende Richter Ralph Ehestädt im Prozess um das tödliche Autorennen. Foto: Gregor Fischer
    The­men des Ta­ges

    Le­bens­lang für Ku­damm-Ra­ser: «­Mit Voll­gas in der Ci­ty»

    27.02.2017, 17:36 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Zu­schauer schreien ü­ber­rascht auf, die An­ge­klag­ten ste­hen wie vom Schlag ge­trof­fen: Erst­mals in Deutsch­land sind zwei Ra­ser nach ei­nem il­le­ga­lem Ren­nen mit töd­li­chem Aus­gang des Mor­des schul­dig ge­spro­chen wor­den. Le­bens­lange Frei­heits­s­tra­fen ver­hängt das Ber­li­ner Land­ge­richt am Mon­tag. Le­bens­lang solle den bei­den als Ku'damm-Ra­ser be­kannt ge­wor­de­nen Män­nern, 28 und 25 Jahre alt, der Füh­rer­schein ent­zo­gen wer­den. Die Ver­tei­di­gung kün­digte Re­vi­sion an. Der 25-Jäh­rige setzt sich lang­sam. Sein Blick geht ins Lee­re. Er stützt den kah­len Kopf auf. Der 28-Jäh­rige bleibt zunächst ste­hen. Fas­sungs­los wirkt der schmale Mann und wütend. Dann bricht es aus ihm her­aus: «­Was wollt ihr denn? Was soll das Gan­ze? Was soll ich mir das noch an­hören.» Noch mi­nu­ten­lang steht er während der Ur­teils­be­grün­dung. «Es ist im­mer eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung», be­ginnt Rich­ter Ralph Ehe­städt. Per­sön­lich­keit der Täter, Mo­ti­va­tion, Ta­tumstän­de. Die Ge­samtschau führe zum Ur­teil. D


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  • Der AfD-Landesvorsitzende von Thüringen, Björn Höcke. Foto: Hendrik Schmidt
    Brenn­punkte

    Nach Hö­cke-Streit: AfD-Lan­des­chefs schwören Mit­glie­der ein

    27.02.2017, 17:32 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Die AfD-Lan­des­chefs ha­ben den Streit ü­ber das Par­tei­aus­schluss­ver­fah­ren ge­gen den Thürin­ger Lan­des­vor­sit­zen­den Björn Hö­cke für be­en­det er­klärt. «­Die letz­ten Wo­chen wa­ren in­ner­par­tei­lich von schar­fen Dis­kus­sio­nen um die Aus­rich­tung der Par­tei und um ein­zelne Per­so­nen ge­präg­t», heißt es in dem Schrei­ben, das am Wo­chen­ende an die Mit­glie­der ging. Da­mit habe sich die AfD von ih­rer «ei­gent­li­chen his­to­ri­schen Auf­ga­be» ent­fernt. Der Bun­des­vor­stand habe die Be­wer­tung der ak­tu­el­len Per­so­nal­dis­kus­sion in die Hände der Schieds­ge­richte ge­legt, schrei­ben die Lan­des­chefs in An­spie­lung auf das vom Vor­stand ge­for­derte Par­tei­aus­schluss­ver­fah­ren ge­gen Höcke. Nun gelte es, den Blick nach vorne zu rich­ten, «im ge­mein­sa­men Kampf ge­gen die Alt­par­teien die Rei­hen zu schließen» und «in den Ver­an­stal­tun­gen klare Kante zu zei­gen». Das Schrei­ben en­det mit den Wor­ten: «wir sind die Stimme der deut­schen Bür­ger - grei­fen wir ge­mein­sam an!» Der Auf­ruf an die Mit­glie­der und Förd


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  • Ein Mitglied der «Paraiso de Tuiuti»-Sambaschule kniet nach dem schweren Unfall im berühmten Sambódromo. Foto: Carlos Junior
    Brenn­punkte

    Schwe­rer Un­fall in Rios Samba-Kar­ne­val

    27.02.2017, 17:08 Uhr - Rio de Ja­neiro (d­pa) - Bei ei­nem schwe­ren Un­fall mit ei­nem Kar­ne­vals­wa­gen sind in Rio de Ja­neiro rund 20 Men­schen ver­letzt wor­den. Zum Auf­takt des Wett­streits der zwölf bes­ten Sam­ba­schu­len ge­riet der fest­lich ge­schmückte Wa­gen der Sam­ba­schule «Pa­raíso do Tu­i­u­ti» im berühm­ten Sam­bódromo außer Kon­trolle und fuhr in die Men­schen­men­ge. Nach In­for­ma­tio­nen des Por­tals «O Glo­bo» sol­len bei dem Un­fall in der Nacht zu Mon­tag von den 20 Per­so­nen min­des­tens acht so schwer ver­letzt wor­den sein, dass sie ins Kran­ken­haus muss­ten. Min­des­tens drei Men­schen er­lit­ten dem­nach Kno­chen­brüche. Ein Mann wurde an ei­nem Ab­sperr­git­ter durch den Wa­gen ein­ge­quetscht, wie ein dpa-Re­por­ter be­ob­ach­te­te. Das De­fi­lee wurde un­ter­bro­chen, Kran­ken­wa­gen ras­ten zu der Un­fall­stel­le. Der ton­nen­schwere Wa­gen wurde der Po­li­zei zur Un­ter­su­chung ü­ber­ge­ben. Die Or­ga­ni­sa­to­ren teil­ten nach Ab­fahrt der Ret­tungs­wa­gen mit, die Ver­an­stal­tung werde fort­ge­setzt. Nach rund ei­ner Stunde ging der Um­zug um Mit­ter­nacht


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  • Zerstörtes Hotel in Zamboanga im Süden der Philippinen: Islamistische Extremisten kämpfen seit vielen Jahren gegen die Zentralregierung in Manila. Foto: Laurenz Castillo/Archiv
    The­men des Ta­ges

    Mord im Dschun­gel: Abu Sayyaf rich­tet deut­schen Seg­ler hin

    27.02.2017, 17:00 Uhr - Ma­nila (d­pa) - Dass er nicht mehr lange am Le­ben sein wird, muss der Mann ge­ahnt ha­ben. Viel­leicht hat er es Mitte Fe­bruar auch schon ge­wusst. Da­mals zwan­gen Is­la­mis­ten der Ter­ror­gruppe Abu Sayyaf («Trä­ger des Schwerts») den deut­schen ­Seg­ler im Dschun­gel der Phil­ip­pi­nen-In­sel Jo­lo, wo sie ihn schon seit mehr als drei Mo­na­ten ge­fan­gen hiel­ten, vor die Ka­me­ra. Das Vi­deo stell­ten sie dann ins In­ter­net. Der 70-Jäh­rige bat fle­hent­lich dar­um, dass für ihn Lö­se­geld ge­zahlt wer­de. An­dern­falls werde er «am 26., um drei Uhr nach­mit­tags» geköpft. Dann brach er in Trä­nen aus. Als er wei­ter­re­den konn­te, meinte er nur noch: «Ich glaube nicht, dass ich eine Chance ha­be, hier le­bend her­aus­zu­kom­men. Weil: Es tut sich nichts. Je­der gibt die Ku­gel dem an­de­ren hin. Ich bin fer­tig. Ich habe nichts mehr zu sa­gen. Es kommt, wie es komm­t.» Die Angst des Man­nes, seine Ver­zweif­lung, die Hoff­nungs­lo­sig­keit - all das stell­ten die Ter­ro­ris­ten bru­tal zur Schau. Und es kam dann auch wie be­für


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  • Der Tatort ist ein typisches oberbayerisches Landhaus. Foto: Andreas Gebert
    Brenn­punkte

    Dop­pel­mord in Bay­ern: Po­li­zei geht von meh­re­ren Tätern aus

    27.02.2017, 16:51 Uhr - Kö­nigs­dor­f/Weil­heim (d­pa) - Im Fall des Dop­pel­mor­des in Ober­bay­ern ge­hen die Er­mitt­ler von meh­re­ren Tätern aus. Zu­dem konnte der Tat­zeit­punkt ein­ge­grenzt wer­den. Dem­nach gab es ver­gan­ge­nen Mitt­wo­cha­bend ein Te­le­fonat mit ei­nem der Op­fer. «­Seit­dem war der Kon­takt ab­ge­ris­sen», sagte der Lei­ter der Son­der­kom­mis­sion (So­ko) «Hö­fen», Mar­kus Deindl, am Mon­tag vor Jour­na­lis­ten in Weil­heim. Spätes­ter Tat­zeit­punkt sei Frei­tag­abend. Die Staats­an­walt­schaft Mün­chen II er­mit­telt we­gen zwei­fa­chen Raub­mor­des und Mord­ver­suchs. Die Op­fer könn­ten also schon meh­rere Tage vor ih­rer Ent­de­ckung am Sams­tag­abend in dem Haus ge­le­gen ha­ben. Bei den bei­den To­ten han­delt es sich um eine 76 Jahre alte Frau aus dem Raum Frank­furt am Main und einen 81-Jäh­ri­gen aus Nord­rhein-West­fa­len. Sie wa­ren Be­kannte der eben­falls 76 Jahre al­ten Haus­ei­gentü­me­rin, die schwer ver­letzt im Kran­ken­haus liegt und noch nicht ver­nom­men wer­den kann. Die Op­fer star­ben durch stumpfe Ge­walt. Es seien Schläge auf ihre K


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  • Die gesperrte Tauentzienstraße nach einem illegalen Autorennen. Foto: Britta Pedersen/Archiv
    The­men des Ta­ges

    Po­li­tik und Ge­werk­schaf­ten be­grüßen Mord-Ur­teil ge­gen Ra­ser

    27.02.2017, 16:18 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Po­li­ti­ker, Po­li­zei­ge­werk­schaf­ten und viele Ex­per­ten ha­ben die harte Ver­ur­tei­lung von zwei Au­to­ra­sern we­gen Mor­des in Ber­lin be­grüßt. Zu­gleich for­der­ten Po­li­ti­ker här­tere Stra­fen auch für die reine Teil­nahme an il­le­ga­len Au­to­ren­nen. Dazu gibt es be­reits einen Ge­setz­ent­wurf, der im Bun­des­rat be­schlos­sen wur­de. Der Bun­des­tag muss noch zu­stim­men. Die Bun­des­re­gie­rung will den Weg für schär­fere Stra­fen nun eb­nen und noch Än­de­run­gen ein­brin­gen. Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) sprach von ei­nem «rich­tungs­wei­sen­den Si­gnal». Der GdP-Bun­des­vor­sit­zende Oli­ver Mal­chow er­klär­te, wer bei ex­tre­mer Ge­schwin­dig­keitsü­ber­schrei­tung ü­ber meh­rere rote Am­peln ra­se, nehme den Tod von Men­schen in Kauf und setze sein Auto als ge­mein­ge­fähr­li­chen Ge­gen­stand ein. «Da­durch wird der Ra­ser zum Mör­der.» Die Vor­sit­zende des Bun­des­tags-Rechts­aus­schus­ses, Re­nate Künast (Grü­ne), sagte im RBB-In­fo­ra­dio, das Ur­teil schreibe Rechts­ge­schich­te. «­Was vor­her manch­mal noch als Ka­va­liers­del


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  • Ein Polizeibeamter in einem Kuhkostüm protestiert in Düsseldorf gegen geplante Besoldungserhöhungen, weil diese nur für einen Teil der Landesbeamten wirksam werden. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
    The­men des Ta­ges

    Ge­halts­kluft bei Be­am­ten: Wie es kam und was nun hel­fen soll

    27.02.2017, 16:03 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Das Ge­halts­ge­fälle zwi­schen den Bun­des­län­dern bei Be­am­ten kann meh­rere tau­send Euro im Jahr aus­ma­chen. Das zeigt der neue Be­sol­dungs­re­port des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DG­B). Ein Ü­ber­blick ü­ber die Ver­dienst­kluft und die Hin­ter­grün­de:. Wie groß sind die Un­ter­schiede bei der Be­am­ten­be­zah­lung? Bei­spiel Po­li­zei­meis­ter der Be­sol­dungs­stufe A 7: Im Bun­des­durch­schnitt ver­die­nen sie 33 666 Euro brutto im Jahr. Ber­lin liegt laut der DGB-Stu­die 2075 Euro da­hin­ter, in Bay­ern ver­die­nen sie 1547 Euro mehr als der Durch­schnitt. Ein Straßen­meis­ter, der Straßen pflegt und Un­fälle ab­si­chert, be­kommt in Stufe A 9 in Bran­den­burg 38 689 Euro im Jahr, im wohl­ha­ben­den Ba­den-Würt­tem­berg sind es 40 300. In Stufe A 13 - etwa für viele Gym­na­si­al­leh­rer - gibt es im bun­des­wei­ten Durch­schnitt der Län­der 59 794 Eu­ro, in Nord­rhein-West­fa­len sind es 203 Eu­ro, in Ber­lin so­gar 2733 Euro we­ni­ger, in Bay­ern da­ge­gen 2943 Euro mehr im Jahr. Wel­che Bei­spiele gibt es noch? Eine Sek


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  • The­men des Ta­ges

    Was be­deu­tet le­bens­lange Haft?

    27.02.2017, 15:58 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Seit Ab­schaf­fung der To­dess­trafe ist le­bens­lange Haft die schwerste Strafe im deut­schen Recht. Lau­tet der Rich­ter­spruch «le­bens­läng­lich», heißt das aber nicht, dass ein Ver­ur­teil­ter un­be­dingt bis zu sei­nem Tod hin­ter Git­tern sitzt. Le­bens­lange Haft wird meist bei Mord ver­hängt und kann - bei gu­ter Führung und güns­ti­ger So­zi­al­pro­gnose - frühe­s­tens nach 15 Jah­ren zur Be­währung aus­ge­setzt wer­den. Wird sein An­trag ab­ge­lehnt, kann der Ver­ur­teilte ihn alle zwei Jahre neu stel­len. Hat das Ge­richt al­ler­dings eine «­be­son­dere Schwere der Schuld» fest­ge­stellt, kommt der Täter nur in Aus­nah­me­fäl­len vor­zei­tig frei - etwa we­gen ho­hen Al­ters oder schwe­rer Krank­heit. Be­son­dere Schwere der Schuld be­deu­tet zum Bei­spiel, dass das Mo­tiv be­son­ders ver­werf­lich war oder die Tat be­son­ders grau­sam. Le­bens­läng­lich droht zwin­gend auch in be­son­ders schwe­ren Fäl­len des Tot­schlags und - laut Völ­ker­straf­ge­setz­buch - bei Völ­ker­mord, Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­lich­keit und be­stim


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  • Abgelehnte Asylbewerber betreten den Terminal des Kassel-Airports. Die sogenannte freiwillige Ausreise führte sie zurück nach Pristina (Kosovo) oder Tirana (Albanien). Foto: Uwe Zucchi
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    Bun­des­re­gie­rung will Mi­gran­ten An­reize zur Rück­kehr ge­ben

    27.02.2017, 15:36 Uhr - Ber­lin/­Brüs­sel/Tu­nis (d­pa) - Die Bun­des­re­gie­rung will Mi­gran­ten ohne Aus­sicht auf Blei­be­recht zur Rück­kehr in ihre Her­kunfts­län­der mo­ti­vie­ren. Mit ei­nem drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag soll dazu von März an ein um­fang­rei­ches Pro­jekt des Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­ums star­ten. Ziel sei da­bei auch die In­te­gra­tion im Her­kunfts­land, sagte ein Spre­cher des Ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­ums. Der Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­ta­ges hatte dafür be­reits im No­vem­ber 150 Mil­lio­nen Euro be­reit­ge­stellt. EU-Par­la­ments­chef An­to­nio Ta­jani plä­diert der­weil für Auf­fang­la­ger in Li­by­en. Das deut­sche Pro­gramm um­fasst nach Re­gie­rungs­an­ga­ben zunächst elf Län­der, vor al­lem in der Bal­k­an­re­gion und in Nord­afri­ka. Dar­un­ter seien Tu­ne­si­en, Ma­rok­ko, Ni­ge­ria, das Ko­so­vo, Ser­bien und Al­ba­ni­en. Es rich­tet sich dem­nach vor al­lem an Asyl­be­wer­ber, die in Deutsch­land keine Chance auf An­er­ken­nung ha­ben, aber auch an Flücht­lin­ge, die nach dem Ende der Kon­flikte wie­der zurück in ihre Hei­mat woll­ten. Ins­be­son­dere


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  • Einsatzfahrzeuge der Polizei und des Rettungsdienstes in Heidelberg. Foto: R. Priebe
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    Ver­däch­ti­ger schweigt nach To­des­fahrt von Hei­del­berg wei­ter

    27.02.2017, 15:35 Uhr - Hei­del­berg (d­pa) - Nach der töd­li­chen Au­to­fahrt in eine Men­schen­gruppe in Hei­del­berg schweigt der 35 Jahre alte Ver­däch­tige zu sei­nen Mo­ti­ven. Der Stu­dent liege wei­ter im Kran­ken­haus und äußere sich nicht, sagte ein Po­li­zei­spre­cher. Er sei zwar an­sprech­bar, habe aber bis­her nichts zu den Vor­wür­fen ge­sagt. So­bald er trans­port­fähig sei, werde er in ein Ge­fäng­nis­kran­ken­haus ver­legt. Das werde vor­aus­sicht­lich in we­ni­gen Ta­gen der Fall sein. Ein Rich­ter hatte am Sonn­tag Haft­be­fehl ge­gen den Deut­schen er­las­sen. Dem Mann wird un­ter an­de­rem Mord, ver­such­ter Mord, ge­fähr­li­che Kör­per­ver­let­zung und ver­such­ter Tot­schlag vor­ge­wor­fen. Er soll am Sams­tag mit ei­nem Miet­wa­gen in eine Gruppe von Passan­ten ge­fah­ren sein. Ein 73-Jäh­ri­ger wurde getötet, zwei wei­tere Fußgän­ger ver­letzt. Der 35-Jäh­rige floh zu Fuß mit ei­nem Küchen­mes­ser be­waff­net, bis Po­li­zis­ten ihn mit ei­nem Bauch­schuss nie­der­streck­ten. An die Po­li­zei wur­den am Ta­ta­bend nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers mehr als 1000 Twee


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  • Schulunterricht in Hannover: Ob Lehrer oder Gerichtsvollzieher: Die Bundesländer bezahlen ihre Beamten teilweise sehr unterschiedlich. Foto: Julian Stratenschulte
    Brenn­punkte

    Große Ein­kom­menskluft bei deut­schen Be­am­ten

    27.02.2017, 15:23 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Leh­rer, Po­li­zis­ten und an­dere Be­amte ver­die­nen in fi­nanz­schwa­chen Bun­des­län­dern wie Ber­lin, dem Saar­land oder Rhein­land-Pfalz deut­lich we­ni­ger als in rei­chen Län­dern. Baye­ri­sche Be­amte be­kom­men im Län­der­ver­gleich die höchs­ten Gehäl­ter, wie aus dem neuen Be­sol­dungs­re­port des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) her­vor­geht, der der Deut­schen Presse-Agen­tur am Mon­tag in Ber­lin vor­lag und ü­ber den die «Süd­deut­sche Zei­tung» zu­erst be­rich­tet hat­te. Nur die Be­am­ten des Bun­des lie­gen noch vor de­nen in Bay­ern. Ein vom Land be­schäf­ti­ger Gym­na­si­al­leh­rer der Be­sol­dungs­gruppe A 13 zum Bei­spiel er­hält im Bun­des­durch­schnitt der­zeit ein Jah­res­brut­to­ge­halt von 59 794 Eu­ro. Da­hin­ter lie­gen etwa Ber­lin (57 061), Rhein­land-Pfalz (57 928), Saar­land (58 172), Bran­den­burg (58 396), Bre­men (58 589), Schles­wig-Hol­stein (58 874), Ham­burg (59 316), Sach­sen-An­halt (59 452) und Nord­rhein-West­fa­len (59 590). Bun­des­be­amte die­ser Be­sol­dungs­gruppe be­kom­men laut DGB-Re­port 6913 Eur


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  • The­men des Ta­ges

    Ur­teile nach il­le­ga­len Au­to­ren­nen

    27.02.2017, 14:04 Uhr - Ber­lin (d­pa) - Il­le­gale Au­to­ren­nen auf deut­schen Straßen ha­ben im­mer wie­der zu To­ten und Ver­letz­ten ge­führt. Bis zu dem jet­zi­gen Ur­teil in Ber­lin ist noch kein Täter we­gen Mor­des be­langt wor­den. Eine Aus­wahl:. De­zem­ber 2015: In Karls­ruhe ram­men zwei Au­to­fah­rer in ei­nem Ren­nen meh­rere un­be­tei­ligte Au­tos. Sechs Men­schen wer­den ver­letzt, zwei von ih­nen schwer. Es kommt zu kei­nem Haupt­ver­fah­ren, da die 21 und 23 Jahre al­ten Be­schul­dig­ten im Sep­tem­ber 2016 die Straf­be­fehle ak­zep­tie­ren. Die Rich­ter hat­ten zu­vor 80 be­zie­hungs­weise 90 Ta­ges­sätze ver­hängt. Ok­to­ber 2015: Bei ei­nem il­le­ga­len Au­to­ren­nen in Ham­burg-Wands­bek wird ein Mit­fah­rer auf der Rück­bank getötet. Im No­vem­ber 2016 wird ein 29-Jäh­ri­ger zu ei­ner Be­währungs­strafe von ei­nem Jahr und drei Mo­na­ten ver­ur­teilt, ein 31-Jäh­ri­ger er­hält neun Mo­na­te. Beide hät­ten sich un­ter an­de­rem der fahr­läs­si­gen Tötung schul­dig ge­macht, der Jün­gere war zu­dem al­ko­ho­li­siert. April 2015: Zwei 22 und 23 Jahre alte Män­ner ra­sen durch


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  • The­men des Ta­ges

    Wenn Deut­sche im Aus­land ver­schleppt wer­den

    27.02.2017, 13:08 Uhr - Ma­nila (d­pa) - Al­ge­ri­en, Ko­lum­bien, Phil­ip­pi­nen - oft gin­gen Ent­führun­gen deut­scher Tou­ris­ten in aus­län­di­schen Kri­sen­ge­bie­ten glimpf­lich aus. Mit­un­ter en­de­ten sie je­doch töd­lich. Ein Rück­blick:. PHIL­IP­PI­NEN, April 2014: Die Ter­ror­gruppe Abu Sayyaf ent­führt ein deut­sches Seg­ler­paar. Die Kid­nap­per for­dern vier Mil­lio­nen Eu­ro. Ein hal­bes Jahr später kom­men die Gei­seln frei. KO­LUM­BIEN, No­vem­ber 2012: Re­bel­len der «Na­tio­na­len Be­frei­ungs­ar­mee» (ELN) kid­nap­pen zwei deut­sche Rent­ner. Sie wa­ren im Gelän­de­wa­gen durch La­tein­ame­rika ge­reist. Vier Mo­nate später sind sie wie­der frei. ÄTHIO­PI­EN, Ja­nuar 2012: Beim Ü­ber­fall auf eine in­ter­na­tio­nale Rei­se­gruppe im Nord­os­ten des Lan­des kom­men fünf Tou­ris­ten ums Le­ben, dar­un­ter zwei Deut­sche. Zwei wei­tere Deut­sche wer­den ent­führt und im März wie­der frei­ge­las­sen. MA­LI, No­vem­ber 2011: Un­be­kannte er­schießen einen deut­schen Tou­ris­ten. Drei wei­tere Ur­lau­ber wer­den in ei­nem Last­wa­gen ge­kid­nappt. Der Deut­sche hatte sich ge­wei­gert ein­zu­stei


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  • US-Präsident Donald Trump hat Probleme, alle Posten in seiner Regierung zu besetzen. Foto: Evan Vucci
    Brenn­punkte

    Trumps Kan­di­dat für Ma­ri­ne­mi­nis­te­rium lehnt Job ab

    27.02.2017, 12:43 Uhr - Wa­shing­ton (d­pa) - US-Prä­si­dent Do­nald Trumps Kan­di­dat für das Ma­ri­ne­mi­nis­te­rium hat sich selbst aus dem Ren­nen ge­nom­men. Wie das Pen­ta­gon mit­teil­te, zog der Ge­schäfts­mann Phi­lip Bil­den seine Kan­di­da­tur un­ter Hin­weis auf «pri­vate Grün­de» und mög­li­che Kon­flikte mit Blick auf das Pri­vat­ver­mö­gen sei­ner Fa­mi­lie zurück. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ja­mes Mat­tis äußerte sich «ent­täuscht» ü­ber die­sen Schritt, re­spek­tierte aber Bil­dens Ent­schei­dung. Er wolle Prä­si­dent Trump in den kom­men­den Ta­gen einen neuen Vor­schlag für die Be­set­zung des Pos­tens un­ter­brei­ten. Der Ma­ri­ne­mi­nis­ter ist so­wohl für die Ma­rine als auch die Ma­rin­ein­fan­te­rie zu­stän­dig. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen hat­ten be­reits zwei von Trump no­mi­nierte Kan­di­da­ten ihre Be­wer­bun­gen für höchste Re­gie­rungs­äm­ter zurück­ge­zo­gen. Der Mil­li­ardär Vin­cent Viola hatte seine Kan­di­da­tur für den Pos­ten des Hee­res­mi­nis­ters zurück­ge­zo­gen, ebenso wie Trumps Fa­vo­rit für die Spitze des Ar­beits­mi­nis­te­ri­ums, Andy Puz­der. Vor we­ni­gen Ta­gen


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  • Der Mann war auf einer Segeltour von Abu Sayyaf zusammen mit seiner Lebensgefährtin überfallen und verschleppt worden. Foto: Wesmincom
    The­men des Ta­ges

    Abu Sayyaf - Ter­ror­gruppe auf den Phil­ip­pi­nen

    27.02.2017, 11:55 Uhr - Ma­nila (d­pa) - Im Sü­den der mehr­heit­lich ka­tho­li­schen Phil­ip­pi­nen kämp­fen mus­li­mi­sche Se­pa­ra­tis­ten seit den 1960er Jah­ren für Au­to­no­mie. Un­ter dem Ein­fluss von Al-Kaida ent­stand 1991 die Or­ga­ni­sa­tion Abu Sayyaf («Schwert­trä­ger»), die die Be­völ­ke­rung mit An­schlä­gen ter­ro­ri­siert und ih­ren Kampf mit der Ent­führung von Aus­län­dern und Lö­se­gel­der­pres­sun­gen fi­nan­ziert. Hoch­burg von Abu Sayyaf ist die In­sel Jolo im Süd­wes­ten des In­sel­staats. Ihr Grün­der Ab­du­ra­jak Jan­ja­lani ließ sich in Saudi-Ara­bien zum Is­lam­ge­lehr­ten aus­bil­den, ehe er bei Al-Kaida-Chef Osama bin La­den in Af­gha­nis­tan in der Lehre ging. Er wurde 1998 bei ei­nem Ge­fecht getötet. Neuer Chef wurde sein Bru­der Khad­dafy Jan­ja­la­ni, der aber 2006 bei ei­nem Mi­litär­ein­satz eben­falls starb. Die Or­ga­ni­sa­tion for­mierte sich un­ter an­de­ren An­füh­rern neu. 2014 schwor sie der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) die Treue. Spek­ta­kulärste Ak­tio­nen: Im Jahr 2000 ent­führte Abu Sayyaf 21 Tou­ris­ten von ei­ner Tau­che­r­in­sel in Mal


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