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Rubrik: Brennpunkte

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Fantasiestaat «Wonderland» an deutsch-niederländischer Grenze

Foto: dpa
Foto: dpa

Coevorden/Emlichheim (dpa) Zwei Wohnwagen, zwei Männer und ein Hund mitten in einem Gewerbegebiet: Ist das Camping oder eine Staatsgründung? Zwei Männer haben an der deutsch-niederländischen Grenze einen Landstreifen mit Fähnchen abgesteckt und den Fantasiestaat «Wonderland» ausgerufen.

Dort solle ein Gegenmodell zu bisherigen Lebensformen entstehen. Das 3000 Quadratmeter große Gebiet liege zwischen den beiden Staatsgrenzen, sagten sie am Donnerstag. Bei den angrenzenden Gemeinden Coevorden (Niederlande) und Emlichheim (Deutschland) stößt die Staatsgründung aber auf Ablehnung.
«Wir wollen mit ganz wenigen Gesetzen auskommen», erklärte Yoshi Livo die Idee. Viele Menschen wollten einen gesellschaftlichen Wandel, wüssten aber keinen Weg dorthin. Neben Livo campiert seit vier Wochen René van Reenen mit seinem Hund «Luna». Ursprünglich habe das Gebiet einem niederländischen Bauern gehört, der das Land aufgegeben habe. Anschließend hätten die beiden Staaten die genaue Grenzziehung unterschiedlich definiert.
Eine diplomatische Anerkennung des «Wonderland» erscheint dennoch unwahrscheinlich. Die niederländische Gemeinde Coevorden habe das Gelände gekauft, sagte Emlichheims Bürgermeisterin Daniela Kösters. Dort solle das länderübergreifende Gewerbegebiet «Europark» erweitert werden. Ein Unternehmen steht demnach schon als Investor bereit.

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