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Rubrik: Brennpunkte

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Berlin

Spuren an der Autobahn? - Polizei sucht weiter nach Rebecca

Petermann, der selbst einmal eine Mordkommission leitete, arbeitet heute als Autor und «Tatort»-Berater. Foto: Carmen Jaspersen
Petermann, der selbst einmal eine Mordkommission leitete, arbeitet heute als Autor und «Tatort»-Berater. Foto: Carmen Jaspersen

Fast genau einen Monat nach dem Verschwinden der 15-jährigen Berliner Schülerin Rebecca hat die Polizei systematisch entlang der Autobahn in Richtung Polen nach Spuren gesucht.

Personenspürhunde witterten am Samstag bei Fürstenwalde-West in Brandenburg etwas, so dass die Einsatzkräfte südlich der A12 einer Landstraße Richtung Scharmützelsee folgten. Der Einsatz dort wurde am späten Nachmittag ohne Fund eingestellt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach einer Erholungspause für die Hunde könne es womöglich nächste Woche an gleicher Stelle mit der Aktion weitergehen.
Für Sonntag war demnach zunächst keine weitere Suche geplant. Ermittler der Mordkommission hatten sich vorgenommen, die Hunde an Anschlussstellen der A12 zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) nach Spuren suchen zu lassen. Mit der Aktion wollten sie offenbar herausfinden, wohin der tatverdächtige Schwager von Rebecca am Morgen von deren Verschwinden sowie am darauffolgenden Abend fuhr. Das Auto der Familie war zu den Zeiten auf der A12 von einem automatischen Kennzeichen-Erfassungssystem registriert worden.
Diese Fahrten hatten den Verdacht gegen den 27 Jahre alten Deutschen erhärtet. «Zu beiden Fahrten kann er keine Angaben machen», sagte der zuständige Hauptkommissar Michael Hoffmann kürzlich in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst».
Die Brandenburger Autobahnpolizei sperrte für die Berliner Kollegen auf der Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) nach und nach kurzfristig die Abfahrten, erläuterte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Mario Heinemann. Dadurch sei es etwa an der Ausfahrt Storkow zu einem Stau von drei Kilometern Länge gekommen.
Die Berliner Polizei sprach von einem Einsatz mit circa zehn Kräften einer Einsatzhundertschaft, Ermittlern der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunden. «Die Hunde sind sehr gut und merken trotz Witterungseinflüssen auch noch nach Wochen, ob jemand an einer Stelle vorbeigegangen oder -gefahren ist», erläuterte die Polizeisprecherin.
Die sogenannten Mantrailer werden normalerweise etwa mit einem Kleidungsstück des oder der Gesuchten mit dem individuellen Geruch vertraut gemacht. Bei Einsätzen nehmen sie den Geruch dann auch aus der Luft auf, nicht nur über Fährten am Boden. Ob die Polizei nun mit dem Geruch Rebeccas oder des Schwagers sucht, sagt die Behörde nicht.
Nachdem die Ermittler kürzlich die Bevölkerung gefragt hatten, wer den auffälligen himbeerroten Twingo gesehen hat, gingen Hunderte Hinweise ein. Daraufhin gab es mehrere Suchaktionen in Wäldern bei Storkow, nicht weit von der A12. Erfolge wurden nicht bekannt.
Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt in Untersuchungshaft.

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