Bis zum heutigen Tag leben Millionen Menschen in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Brot für die Welt setzt sich dafür ein, diese Situation global und nachhaltig zu ändern. Foto: Hermann Bredehorst/Brot für die Welt

Bis zum heutigen Tag leben Millionen Menschen in Armut, werden verfolgt, gedemütigt oder ausgegrenzt. Brot für die Welt setzt sich dafür ein, diese Situation global und nachhaltig zu ändern. Foto: Hermann Bredehorst/Brot für die Welt

Südkreis 10.12.2019 Von Die Harke

„Brot für die Welt“: Unterstützung für Näherinnen

Kirchenkreis Stolzenau-Loccum wirbt für neues Projekt in Nicaragua / Einsatz für die Belange von Frauen

Am ersten Advent ist in den Gemeinden des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum auf die Arbeit der mittlerweile 60 Jahre alten evangelischen Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ aufmerksam gemacht worden. Auch die Kollekten an diesem Sonntag kamen „Brot für die Welt“ zugute, ebenso wie in wenigen Wochen die Sammlungen in den Weihnachtsgottesdiensten.

Der „Brot für die Welt“-Ausschuss des Kirchenkreises hat sich auch für die kommenden beiden Jahre wieder ein Projekt ausgewählt, mit dem im Kirchenkreis für die Arbeit der Hilfsorganisation geworben werden soll. „Es handelt sich dabei um ein Projekt in Lateinamerika“, sagt Pastor Karsten Gelshorn, Vorsitzender des Ausschusses für die Arbeit von „Brot für die Welt“ im Kirchenkreis. Die Organisation MEC unterstützt Arbeiterinnen in Textilfabriken in Nicaragua unter dem Titel „Faire Jobs für Näherinnen“.

Immer noch haben Frauen in vielen Teilen der Welt sehr viel weniger Möglichkeiten zu einem selbstbestimmten Leben als Männer. Häufig sind es immer noch die Männer, Väter und Brüder, die über ihren Kopf hinweg entscheiden, wie lange sie zur Schule gehen, wen sie in welchem Alter heiraten oder wie viele Kinder sie bekommen. Frauen werden in vielerlei Hinsicht benachteiligt: Sie arbeiten mehr, verdienen aber deutlich weniger als Männer. Sie besitzen nur selten Land. Und sie haben in der Regel geringere Bildungschancen als Männer. Oft sind sie zudem häuslicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Brot für die Welt setzt sich auf verschiedene Arten für die Belange von Frauen ein:

• Brot für die Welt fördert Frauen und befähigt sie, ihre Rechte einzufordern.

• Brot für die Welt hilft Männern, traditionelle Rollenbilder zu hinterfragen.

• Brot für die Welt achtet darauf, dass Frauen und Männer gleichermaßen von der Arbeit der Hilfsorganisation profitieren. Denn „Brot für die Welt“ ist davon überzeugt: Gleichberechtigung ist eine zentrale Voraussetzung für die Überwindung von Armut.

Um wirkungsvoll zu helfen, arbeitet „Brot für die Welt“ vor Ort eng mit erfahrenen, einheimischen Partnern, oft kirchlichen oder kirchennahen Organisationen, zusammen. Den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern bestätigt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) Brot für die Welt jedes Jahr mit dem Spendensiegel.

Im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum hat „Brot für die Welt“ im vergangenen Jahr insgesamt 32.643,39 Euro Spenden erhalten.

„Wir sind dankbar für das große Vertrauen, das Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch im vergangenen Jahr entgegengebracht haben. Ihre Spenden und Kollekten sind das Fundament für die weltweiten Projekte gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit“, sagt Gelshorn.

Spenden an „Brot für die Welt“ mit dem Stichwort „GKZ 2601 Spende Brot für die Welt“ können auf folgendes Konto überwiesen werden: Konto: Kirchenamt Wunstorf, bei Sparkasse Nienburg, IBAN: DE84 2565 0106 0018 1077 71.

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Erstellt:
10. Dezember 2019, 09:20 Uhr
Lesedauer:
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