Diplom-Physiker Harald Gülzow analysiert eine Wasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz. Foto: VSR-Gewässerschutz

Diplom-Physiker Harald Gülzow analysiert eine Wasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz. Foto: VSR-Gewässerschutz

Uchte/Stolzenau 16.01.2021 Von Die Harke

Brunnenwasser mit hohen Nitratbelastungen

Resultate aus Untersuchung im Südkreis / Verein sieht Landwirtschaft als Verursacher

Das Wasser aus privaten Brunnen im Südkreis weise häufig eine deutlich zu hohe Nitratkonzentration auf. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Wasserproben, die der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz mit Sitz in Geldern in NRW im vergangenen Oktober vorgenommen hatte. 18 Wasserproben seien damals an einem Info-Stand in Uchte zur Analyse abgegeben worden..

Nach Angaben von VSR-Sprecher und Diplom-Physiker Harald Gülzow habe fast jede vierte abgegebene Probe aus den Bereichen Uchte, Raddestorf, Warmsen und Stolzenau den zulässigen Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Spitzenreiter sei nach Angaben der Umweltschutzorganisation ein privat genutzter Brunnen in Warmsen mit einer Nitratbelastung in Höhe von 175 Milligramm pro Liter gewesen.

Eine Belastung mit 154 Milligramm pro Liter stellten die Fachleute bei einer Probe aus Raddestorf sowie einen Wert von 66 Milligramm pro Liter in einer Wasserprobe aus Struckhausen fest. Der Verein sieht nach eigenen Angaben die „intensive Landwirtschaft als Verursacher der hohen Nitratbelastungen“.

„Die EU-Agrarpolitik fördert bis heute Betriebe, für die hohe Erträge an erster Stelle stehen und die Verringerung der Nitratbelastung nur lästige Auflagen sind, die sie versuchen zu umgehen“, sagt Vereins-Vorsitzende. Die gemeinnützige Organisation fordert von der Politik, dass Subventionen nur noch an Landwirte mit einer gewässerschonenden Bewirtschaftung gezahlt werden.

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Erstellt:
16. Januar 2021, 04:44 Uhr
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