Harald Gülzow beim Analysieren einer Probe im Labormobil.  VSR-Gewässerschutz

Harald Gülzow beim Analysieren einer Probe im Labormobil. VSR-Gewässerschutz

Loccum 24.09.2017 Von Die Harke

Brunnenwasser untersuchen lassen

Labormobil des VSR-Gewässerschutz kommt morgen von 9 bis 11 Uhr nach Loccum / Nitratgehalt und mehr testen

Ob selbst gefördertes Wasser zum Gießen im Garten, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man am Labormobil der VSR-Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am morgigen Dienstag, 26. September, am Marktplatz in Loccum. Wasserproben nehmen die Umweltschützer dort von 9 bis 11 Uhr entgegen. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro direkt vor Ort durchgeführt, so dass der Bürger „sein“ Ergebnis schon gegen Ende der Aktion abholen kann. Brunnenbesitzer, die ihr Brunnenwasser gegen entsprechende Kostenbeteiligung auch auf weitere Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugesandt.

Das Team vom [DATENBANK=6088]VSR-Gewässerschutz[/DATENBANK] berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Plantschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollten zur Probenahme und zum Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff, die bis zum Rand gefüllt werden.

Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Labormobil neben den allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer an, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.

Die Umweltschützer möchten beim Thema Wasserqualität besonders die breite Öffentlichkeit einbeziehen. „Bürger, die Brunnenwasser nutzen, haben das gleiche Ziel wie der VSR-Gewässerschutz: Das Grundwasser soll möglichst unbelastet sein“, so die Vorsitzende [DATENBANK=6089]Susanne Bareiß-Gülzow[/DATENBANK]. „So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass die Wasserqualität des Grundwassers auch außerhalb von den Wasserschutzgebieten verbessert wird.“

Dem VSR-Gewässerschutz sei es wichtig, dass die Bürger eine eventuelle Belastung ihres Grundwassers kennen. Die Ergebnisse werden deshalb regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlicher erkennen zu können. Diese können auf der Homepage der Gewässerschützer unter www.VSR-Gewässerschutz.de eingesehen werden. Darüber hinaus beantwortet Diplom-Physiker Harald Gülzow immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen über die Rufnummer (0 28 31) 9 76 33 42.

Nitrate im Grundwasser

Nitrat ist ein Bestandteil von Dünger in der Landwirtschaft. Bei der von den Landwirten und Gartenbaubetrieben aufgebrachten Gülle, bei Gärresten und Mineraldünger besteht die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen wird. Bei höheren Nitratkonzentrationen ist das Wasser aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zum Trinken geeignet, auch die Verwendung im Garten ist eingeschränkt. Auch höhere Eisenkonzentrationen stören bei der Nutzung des Brunnenwassers – sie weisen bei gleichzeitigen Vorkommen von geringen Nitratkonzentrationen aber auch auf einen guten Nitratabbau im Grundwasser hin.

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Erstellt:
24. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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