Seit dem 1. April gilt die Anleinpflicht für Hunde aufgrund der Brut- und Setzzeit. Markus Mainka / Fotolia

Seit dem 1. April gilt die Anleinpflicht für Hunde aufgrund der Brut- und Setzzeit. Markus Mainka / Fotolia

Landkreis 17.04.2019 Von Die Harke

Brutzeit: Hunde anleinen

Kreisjägerschaft bittet nicht nur Hundehalter darum, zurzeit besonders aufmerksam zu sein

Seit dem 1. April gilt die Anleinpflicht für Hunde aufgrund der Brut- und Setzzeit. Doch nicht nur Hundehalter sollten in dieser Zeit aufmerksam sein, um Wildtiere zu schützen. Darauf weist die Kreisjägerschaft Nienburg hin. Um die Jungtiere und Nester in der Feldflur so gut es geht zu schützen gilt vom 1. April bis zum 15. Juli in Niedersachsen die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit. Diese verpflichtet Hundehalter, ihre Hunde in diesem Zeitraum an der Leine zu führen, betont die Kreisjägerschaft in einer Pressemitteilung. So sollen Störungen der Alt- und Jungtiere vermieden werden. Auch sollten Wege nach Möglichkeit nicht verlassen werden, um Störungen der Rückzugsräume so gut es geht zu vermeiden.

Mit den ersten Maitagen beginnt vielerorts zudem die Grasmahd. Auch zu relativ frühen Terminen können schon Rehkitze, aber auch zahlreiche andere Vögel und Säugetiere in den Beständen unterwegs sein. Ein Anmähen der Flächen am Tag vor der eigentlichen Mahd oder Vergrämungsmaßnahmen in Form von Pfählen mit knisternden Plastiktüten in den Schlägen helfen dabei, die Tiere zum kurzzeitigen Verlassen der Flächen zu bewegen. Doch auch andere Maßnahmen, wie etwa das Abfliegen der Flächen mit Drohnen oder ein gründliches Abgehen der Flächen am Tag der Mahd können helfen, die Jungtierverluste so gut es geht zu vermeiden. Rechtzeitig kontaktiert helfen die Jäger in den Revieren gern bei diesen Maßnahmen.

In den letzten Wochen des April und ersten Maiwochen kommen im ganzen Landkreis zahlreiche Jungtiere aller Wildtierarten zur Welt. Während die Rehe ihre Kitze nun in den kommenden Wochen setzen, sind bereits viele Junghasen in der Umgebung geboren worden. „Wer unterwegs ein scheinbar verwaistes Jungtier findet, handelt am besten, indem er das Tier nicht berührt und gegebenenfalls den zuständigen Jagdberechtigten informiert“, so die Kreisjägerschaft. „Durch das Anfassen des Tieres verändert sich der Geruch, wodurch es oftmals nicht mehr vom Muttertier angenommen wird. Ohne Störung kehren die Elterntiere bald wieder zu ihrem Jungen zurück.“

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Erstellt:
17. April 2019, 04:22 Uhr
Lesedauer:
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