Heemsen 16.11.2018 Von Die Harke

Buch zur Gedenkstätte in Heemsen

Hans-Jürgen Sonnenberg hat ein Buch zur Gedenkstätte für russische Zwangsarbeiter in Heemsen herausgebracht. Von den Nationalsozialisten war in der Gemeinde eine Kriegsgräberstätte für russische Zwangsarbeiter errichtet worden. Diese waren während des Zweiten Weltkrieges in der Umgebung beschäftigt und waren häufig dort gestorben.

„Insgesamt 740 Kriegsgefangene sind auf der Kriegsgräberstätte beigesetzt worden“, sagt Sonnenberg: „Die Möglichkeit, dieses Thema neu aufzugreifen, hat sich ergeben, da die Archive in Russland geöffnet und somit Auswertungen ermöglicht wurden. Durch den sehr aktiven Arbeitskreis, der dieses Vorhaben von Anfang an begleitet hat, ist es gelungen, sämtliche Namen der hier begrabenen Kriegsgefangenen herauszufinden.“

Aus dem sogenannten „Russenfriedhof“ wurde eine Gedenkstätte in Form eines Nachbaus einer verfallenen Baracke, in der auf Stelen die Namenstafeln der in Heemsen beerdigten Gefangenen angebracht sind. Die Geschichte, das Schicksal eines Gefangenen und Zeitzeugenberichte werden auf Schautafeln präsentiert. Sonnenberg hat über acht Jahre lang die Geschichte und die Hintergründe der Gedenkstätte Heemsen recherchiert und jetzt in einem Buch zusammengetragen. Das Buch beinhaltet Originaldokumente, Bilder und Kartenausschnitte. Das Buch wird im Volkstrauertagsgottesdienst in Drakenburg sowie beim Bürgerkaffee in Rohrsen am 18. November ausliegen. Weitere Exemplare sind gegen eine Spende für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Rathaus in Rohrsen erhältlich.

Samtgemeindebürgermeister Friedrich Wilhelm Koop: „Ohne Herrn Sonnenberg und seine akribische Nachforschungsarbeit wäre dieses Buch nicht entstanden.“

Zum Artikel

Erstellt:
16. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.