Leese 19.03.2018 Von Die Harke

Bürgerinitiative diskutiert über Zwischenlager

Die [DATENBANK=7289]Bürgerinitiative Strahlenschutz aus Leese[/DATENBANK] (BISS) fordert jetzt die Offenlegung der Planungsstände für den gesamten Atommüll am Standort Leese, und sie fordert die Planung für den Rückbau des strahlenden Inventars der Firma EZN auf dem Gelände der Raiffeisen-Genossenschaft. Das hat die BISS jetzt in einer Pressemitteilung verkündet. Beim jüngsten Treffen hatten die Mitglieder darüber diskutiert, inwieweit die Planungen für ein Zwischenlager für Atommüll am Standort Leese noch zur Debatte stehen. In einem Infobrief des Umweltministeriums wurde die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Planung des Hallenneubaues in Leese informiert. Das Vorhaben ist zurückgestellt. „Die BISS sieht die neue Entwicklung positiv – es ist ein Erfolg der Bürgerinitiative, diese permanent, strahlende Gefahrenquelle im Gewerbegebiet Oehmer Feld mit vielen Betroffenen wohl verhindert zu haben.“

Das Ministerium hat die Nachqualifizierung und Nachkonditionierung – nachträgliche Behandlung – von 1484 Fässern europaweit ausgeschrieben. Diese Fässer sollen bis 2025 ausgelagert werden. „Ein Großteil der bald 40 Jahre alten Stahlfässer zeigen Roststellen und Deckelwölbungen“, teilt die BISS mit: „Inhalte der Fässer stimmen nicht immer mit Angaben in den Begleitpapieren überein. Hinzu kommt, dass die gesamten 4884 Fässer wegen der engen Lagerung nicht kontrolliert werden können.“

Sorge bereitet der BISS, dass der Umgang mit den verbleibenden 3400 Fässern der Firma EZN nicht beschrieben ist. Bis 2025, spätestens aber zum Ablauf des Pachtvertrages mit der Raiffeisen-Genossenschaft im Jahr 2030 sei es notwendig auch die restlichen Strahlungsbestände aus Leese zu entfernen, fordert Begleitgruppenmitglied Meinhard Behrens.

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Erstellt:
19. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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