Daniel Schmidt DH

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Kolumne 12.11.2017 Von Daniel Schmidt

„Bufdis“ als Bereicherung

In der gestrigen Ausgabe hatten wir über Pia Blome berichtet. Die 18-Jährige aus Windhorst absolviert derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst beim TSV Wietzen, hilft 20 Stunden in der Woche im Verein mit und packt 19 Stunden pro Woche an der Wietzener Grundschule mit an. Wohin die Reise später einmal für sie in der Berufswelt gehen soll, auch dafür möchte Blome die Zeit als „Bufdi“ nutzen. Für ihr Engagement bekommt Blome laut eigener Aussage 300 Euro pro Monat. Auf der Internetseite www.bundesfreiwilligendienst.de heißt es: „Die jeweilige Höhe des Geldes kann jedoch von Träger zu Träger variieren und hängt auch vom Umfang der Tätigkeit des Freiwilligen ab. Das Geld, was der Freiwillige erhält, ist kein Gehalt im arbeitsrechtlichen Sinn. Es ist mehr eine Aufwandsentschädigung; denn bei dem Freiwilligendienst handelt es sich um ein Ehrenamt.“

Über die Höhe der Vergütung lässt sich bekanntlich immer streiten. Pia Blome selbst betonte zwar, dass sie für Übungsleiter und Lehrer ja schließlich „nur unterstütztend“ tätig sei. Dass man ihren und den Einsatz der vielen tausend Bundesfreiwilligendienstler im Land nicht hoch genug wertschätzen kann, darüber lässt sich allerdings nicht streiten. Ob in Kindergärten, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in Wohnunsloseneinrichtungen oder in Organisationen, die sich für den Klima- und Umweltschutz einsetzen – die Beschäftigungsfelder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes sind vielfältig, das Engagement der jungen Menschen auch in Zukunft unerlässlich. „Pia ist eine Bereicherung für uns“, betont Susanne Schröder

vom TSV Wietzen, die während Blomes „Bufdi“-Zeit ihr als Mentorin mit Rat und Tat zur Seite steht. Nur für sich dürfte Schröder damit sicherlich nicht sprechen...

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Erstellt:
12. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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