In Schlüsselburg plant das WSA am rechten Weserufer unmittelbar unterhalb des Wehres auf einer Strecke von gut einem Kilometer Buhnen mit Kerben zu versehen.  WSA

In Schlüsselburg plant das WSA am rechten Weserufer unmittelbar unterhalb des Wehres auf einer Strecke von gut einem Kilometer Buhnen mit Kerben zu versehen. WSA

Schlüsselburg 08.03.2018 Von Die Harke

Buhnen in der Weser geplant

Wasser- und Schifffahrtsamt lädt zur Infoveranstaltung für den 13. März nach Leese ein

Das [DATENBANK=6820]Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt[/DATENBANK] (WSA) Verden plant in Abstimmung mit dem Land NRW die Uferabschnitte der Weser bei Schlüsselburg und Jössen ökologisch aufzuwerten. Das WSA Verden möchte diese Renaturierungsmaßnahmen der Öffentlichkeit vorstellen. Es lädt daher alle, die aus ökologischen, sportlichen, wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen oder sonstigen Gründen an der Wasserstraße Weser interessiert sind, zu einer Informationsveranstaltung für Dienstag, 13. März, um 19 Uhr im Restaurant Pirandello, Loccumer Straße 35 nach Leese ein. „Ihre Meinung interessiert uns“, so [DATENBANK=7217]Thomas Rumpf[/DATENBANK], Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden. „Die Maßnahmen sind so geplant, dass sie die Interessen von Anglern und Wassersportlern berücksichtigen und Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Nutzung angrenzender Flächen vermieden werden.“

Zu den Projekten: In Schlüsselburg plant das WSA am rechten Weserufer unmittelbar unterhalb des Wehres auf einer Strecke von gut einem Kilometer Buhnen mit Kerben zu versehen. Vor allem Jungfische, die auf strömungsberuhigte, ufernahe Bereiche angewiesen sind, profitieren von den besser verbundenen Buhnenfeldern. Durch Entfernen der Ufersicherung, Einbringen von Totholz und Förderung eines natürlichen Uferbewuchses, kann die ökologische Qualität der Uferlebensräume in den Buhnenfeldern weiter erhöht werden.

Im zweiten Teilprojekt plant das WSA zwei bereits im Gelände gegenüber der Ortschaft Jössen vorhandene Hochflutrinnen an die Weser anzuschließen. Die Rinnen führen bislang nur selten Wasser, da eine Verbindung zum Fluss fehlt. Die Rinnen sollen als typische wechselfeuchte Lebensräume der Aue für Amphibien und verschiedene Vogelarten aufgewertet werden. Bei höheren Wasserständen werden sie auch für Fische erreichbar. Auch an diesem, etwa 1,4 Kilometer langen Abschnitt will das Projektteam um Thomas Lippel, Totholz in die Weser einbringen und eine naturnahe Ufervegetation aus Weiden, Schilf und Hochstauden aufwachsen lassen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit haben gemeinsam das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ (BBD) erarbeitet. Im Mai 2017 hat der Deutsche Bundestag das Programm beschlossen. Damit soll in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verstärkt in die Renaturierung von Bundeswasserstraßen und Auen investiert und neue Akzente in Natur- und Gewässerschutz, Hochwasservorsorge sowie Wassertourismus, Freizeitsport und Erholung gesetzt werden (www.blaues-band.bund.de). Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist zusammen mit weiteren Institutionen mit der Umsetzung des Bundesprogramms beauftragt. Die aktuellen Maßnahmen laufen als Modellprojekte im Vorgriff auf das Bundesprogramm. Offizieller Start ist ab 2020.

Zum Artikel

Erstellt:
8. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.