Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Nienburg

Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Nienburg

Alena Grelle (links) und Lilian-Sophie Nolle (rechts) im Außenbereich der Kita Kleeblatt. Foto: Stadt Nienburg

Die Schule ist vorbei, der Abschluss ist in der Tasche, und nun muss eine Entscheidung über die Zukunft her. Ausbildung? Studium? Orientierung? Die Stadt Nienburg bietet eine Möglichkeit beim Bundesfreiwilligendienst. „Bufdis“ bei der Stadt können in allen städtischen Schulen, Kindertagesstätten und auf dem Baubetriebshof ein Freiwilligenjahr absolvieren.

Das ermöglicht es, sich beruflich zu orientieren, mögliche Zeiten zu überbrücken und sich nach dem Abschluss zu engagieren.

Genau so ging es unter anderem Max Cordes, Samira Baschar, Alena Grelle, Lilian-Sophie Nolle und Tobias Schewe. Derzeit absolvieren sie alle einen Bundesfreiwilligendienst über die Stadt Nienburg.

„Mir gefällt die Interaktion mit den Kindern am besten. Aber ich erarbeite auch sehr gern Bastelangebote, da ich meiner Kreativität hier freien Lauf lassen kann“, erzählt Alena Grelle, die derzeit ihren Freiwilligendienst in der Kindertagesstätte „Kleeblatt“ macht. Lilian-Sophie Nolle konnte sogar ihren Wunsch im sozialpädagogischen Bereich zu studieren, festigen und hierfür viele wichtige Erfahrungen in der Kindertagesstätte „Kleeblatt“ sammeln. „Das Bufdi-Jahr hat mich schon gut auf das anstehende Berufsleben vorbereitet“, berichtet sie.

Der Schul- und Kita-Betrieb ist wegen der neuen Gegebenheiten im Rahmen der Corona-Pandemie zweifelslos vor neue Herausforderungen gestellt. „Vor allem in der Pandemie leisten Lehrerinnen und Lehrer eine tolle Arbeit! Ich unterstütze sie gern dabei.“, berichtet Samira Baschar, „Bufdi“ an der Alpheideschule. Max Cordes, der seinen Freiwilligendienst an der Grundschule am Bach absolviert, fügt hinzu: „Ich finde es toll, zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler es schaffen, trotz der schwierigen Umstände jeden Tag zu spielen und Spaß an der Schule zu haben.“

Aber man kann sich in dem Freiwilligenjahr nicht nur sozial engagieren, sondern auf dem Baubetriebshof auch etwas für den Naturschutz tun. Cornelia Riedewald, Leiterin des Baubetriebshofs, berichtet: „Die Bufdis aus der vorletzten Saison haben einen Hirschkäfermeiler gebaut. Dieser befindet sich im Neubaugebiet Führseniederung in Erichshagen. Aber auch das Bauen von Insektenhotels, die Anlage von Blühflächen und die Pflege der Kopfweiden gehören beispielsweise zu den Aufgaben unserer Bufdis.“

Den Freiwilligen wird darüber hinaus ein Motorsägenlehrgang ermöglicht. „Das sehen natürlich spätere Arbeitgeber gern“, betont Riedewald.

Begleitend zum Freiwilligendienst erfolgen Seminare, die normalerweise im Bildungszentrum in Ritterhude bei Bremen abgehalten werden und während der Corona-Pandemie online stattfinden. „In diesen Wochen werden verschiedenste Themen behandelt, die teilweise sehr spannend sind. Man lernt jeden Tag etwas Neues“, berichtet Tobias Schewe, „Bufdi“ an der Oberschule.

Neben sozialen, politischen und ökologischen Themen bleibt natürlich auch noch Zeit, um mit anderen Freiwilligen Erfahrungen auszutauschen und während verschiedener Freizeitaktionen neue Freundschaften zu schließen. „Die Online-Seminare sind allerdings eine gute Alternative. Es ist schade, dass man sich nicht persönlich kennenlernen kann, aber wir machen das Beste draus“, erzählt Max Cordes.

Übrigens: Der Bundesfreiwilligendienst eröffnet nicht nur Möglichkeiten für Schulabsolventinnen und Schulabsolventen, sich zu engagieren und zu orientieren. Auch diejenigen, die sich beruflich neu orientieren möchten, sind gern gesehen. Die einzige formale Voraussetzung ist die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht. „Bufdis“ erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 360 Euro.

Die Stellenausschreibungen für „Bufdis“ stehen unter www.nienburg.de. Dort sind auch Bewerbungen über das Onlineportal möglich. Rückfragen beantwortet Annika Menze, E-Mail: a.menze@nienburg.de, Telefon (05021)87204.