Nikias Schmidetzki DH

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Landkreis 13.09.2019 Von Nikias Schmidetzki

Bunter feiern mit Luftballons

Guten Tag

„99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont.“ Nicht nur Freunde des Achtzigerjahre-Hits von Nena haben zu Luftballons eine besondere Beziehung. Unzählige Kinder lieben die runden, ovalen und manchmal auch länglichen – und vor allem bunten – Plastikdinger. Und nun soll damit Schluss sein? Nicht vorstellbar. Die Stadt Gütersloh im benachbarten Nordrhein-Westfalen hat einen ersten Schritt gemacht und will bei eigenen Veranstaltungen keine Ballons mehr steigen lassen. Begrüßenswert findet eine solche Maßnahme der BUND, der sich gar für einen generellen Verzicht ausspricht – angesichts der Verschmutzung der Umwelt und insbesondere der Meere durch Plastikmüll, ließ der Niedersächsische Landesverband erklären.

Eine Sprecherin schlug stattdessen zum Dekorieren etwa Luftschlangen und Girlanden aus Papier sowie Wimpelketten aus Stoff oder Filz vor. Auch so ließen sich sicher Kinder glücklich machen. Mag stimmen, die steigen nur nicht in die Luft. Das könnte nach Vorstellungen der Grünen im Land aber auch bald Geschichte sein. Sie wollen zwar die Ballons als solche nicht verbieten, fordern aber einen Verzicht auf mit Gas gefüllte Ballons bei öffentlichen Veranstaltungen im Freien.

Natürlich: Die Nutzung von Plastik ist nicht vorbildlich. Ballons mögen irgendwo in der Natur landen – auch nicht gut. Aber die Menge pro Person genutzter Ballons ist sicher nicht wirklich hoch – im Vergleich zu Verpackungen, Tüten und Folien. Deshalb sollte es bei Geburtstagsfeiern und auch öffentlichen Festen – auch im Kreis Nienburg – weiter Luftballons geben dürfen.

Einen Vorteil hätte ein Gasverbot für Ballons aber vermutlich doch: Es dürfte deutlich weniger weinende Kinder geben, denen gerade ihr Ballon gen Himmel verschwunden ist.

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Erstellt:
13. September 2019, 21:54 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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