Die „Cappella Vocale Nienburg“ tritt traditionell in roten Gewändern auf. Archiv

Die „Cappella Vocale Nienburg“ tritt traditionell in roten Gewändern auf. Archiv

Loccum 09.06.2017 Von Die Harke

„Cappella Vocale“ zur Einkehr

Morgen sitzt Martina Wrachtrup-Klaß an der Loccumer Orgel

Am morgigen Sonntag singt um 17.30 Uhr die „Cappella Vocale Nienburg“ in der Reihe „ 54936“ [DATENBANK=578]im Kloster Loccum[/DATENBANK]. Auf dem Programm stehen Werke von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Hugo Wolf und anderen. Die Leitung hat Kirchenmusikdirektor i.R. Hans-Jürgen May. Zwischen den Chorwerken spielt Martina Wrachtrup an der Loccumer Seifert-Orgel Werke von Jehan Alain und Zsolt Gárdonyi.

Aus Mitgliedern der damaligen Niederdeutschen Kantorei Nienburg (heute: Nienburger Kantorei), einem überregionalen Chor des Mittelweserraumes, gründete Hans-Jürgen May 1978 ein Vokalensemble für spezielle Aufgaben der a-cappella-Literatur: die „Cappella Vocale Nienburg“. Schon nach kurzer Zeit bekam der Chor bei seinen ersten Auftritten gute Kritiken. Mehrere Rundfunkproduktionen beim Norddeutschen Rundfunk und bald auch bei Radio Bremen machten das Ensemble schnell einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Der Chor, dessen Mitglieder zu den einmal monatlich stattfindenden Proben in der Kreisstadt an der Mittelweser zusammenkommen, ist stilistisch nicht festgelegt – vielmehr bemüht er sich um die Pflege eines umfangreichen Repertoires mit Chormusik vieler Epochen und Stilrichtungen.

Auf über 20 Rundfunkproduktionen einschließlich live-übertragener Chorkonzerte (zum Beispiel Weihnachtskonzerte aus dem Großen Rathaussaal in Bremen und ZDF-Fernsehgottesdienste) kann die „Cappella Vocale Nienburg“ seit ihrer Gründung zurückblicken. Konzert-Reisen führten die Sängerinnen und Sänger bislang mehrfach nach England und Belgien sowie durch die Bundesrepublik. 1996 und 1998 gastierte der Chor mit großem Erfolg in New Mexico und Pennsylvania, USA.

Bei Konzerten in Kirchen ist die „Cappella Vocale Nienburg“ in rote Chorgewänder gekleidet und zieht mit dem mittelalterlichen Hymnus „Alta trinita beata“ ein und aus. Diese Gepflogenheit findet auch heute noch bei vielen Zuhörern großen Anklang.

Kirchenmusikdirektor i.R. Hans-Jürgen May leitet die „Cappella Vocale Nienburg“ seit ihrer Gründung. May studierte evangelische Kirchenmusik in Schlüchtern, Berlin und Essen sowie Oboe und Kammermusik in Berlin. In Nienburg war er als Organist und Kantor an der St. Martinskirche tätig und stand als Kirchenmusikdirektor dem ehemaligen Fachaufsichtsbezirk Calenberg in der Hannoverschen Landeskirche vor.

Martina Wrachtrup-Klaß studierte evangelische Kirchenmusik bei den Professoren Uwe Groß (Orgel), Anja David (Klavier) und Hannelotte Pardall und Hildebrand Haake (Chor- und Orchesterleitung). Es schloss sich eine Kantorentätigkeit in Hamburg-Wandsbek und Petershagen an. Inzwischen ist sie am Gymnasium Petershagen tätig.

Fortbildungen zu Popularmusik (Trossingen) und mit den Professoren Sabine Horstmann, Volker Hempfling (Chorleitung), Markus Detterbeck (Musikdidaktik, kompetenzorientierter Musikunterricht) und Gero Schmidt-Oberländer (schulpraktisches Klavierspiel, Jazzimprovisation) prägten ihre weitere musikalische Entwicklung. Sie ist Mitglied im Kammerchor St. Marien Minden, im deutsch-deutschen Kammerchor und in der „Cappella Vocale Nienburg“ (Alt) und nimmt einige Orgeldienste in der Petri-Kirche Petershagen war. Gelegentlich ist sie im norddeutschen Raum als Konzertorganistin zu hören, zuletzt im Geistlichen Konzert am 26. März in Petershagen, gemeinsam mit der „Cappella Vocale Nienburg“.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.