Mit seinen 47 Toren schoss Serdal Celik den SV Inter Komata Nienburg in die Kreisliga. Als persönliche Belohnung heimste der 29-Jährige erstmals die „Torjäger-Kanone“ ein, Schwiersch

Mit seinen 47 Toren schoss Serdal Celik den SV Inter Komata Nienburg in die Kreisliga. Als persönliche Belohnung heimste der 29-Jährige erstmals die „Torjäger-Kanone“ ein, Schwiersch

01.08.2015 Von Matthias Brosch

Celik sucht den technischen Abschluss

Fußball: Mit 47 Treffern sichert sich der Nienburger erstmals die „Torjäger-Kanone“

Von Matthias Brosch Nienburg. Serdal Celik schießt schon seit Jahren zuverlässig seine Tore. In der abgelaufenen Saison brachte es der Fußballer vom SV Inter Komata Nienburg auf 47 Treffer, was die Top-Quote in der Kreisliga und den beiden Staffeln der 1. Kreisklasse darstellen sollte. „Das war ein richtig gutes Jahr für meinen Verein und mich, es hat Spaß gemacht“, sagt der 29-Jährige, der neben dem Gewinn der „Torjäger-Kanone“ ebenfalls den Aufstieg in die Kreisliga bejubeln durfte. Darüber hin aus gehörte er schon zum vierten Mal zu einem Team, das den „Goldenen Amboss“ gewann, also den Wettbewerb um die beste Abwehr. Die Mehrzahl seiner Tore schoss Celik aus dem gegnerischen Strafraum heraus, häufig bedient von Mehmet-Veysi Aydin, der den Verein jetzt allerdings in Richtung Hannover verließ. Aber auch mehrere Freistöße aus größerer Entfernung brachte er im Kasten unter. Im Gedächtnis blieb sein Lupfer aus gut 25 Metern im letzten Saisonspiel gegen den SV BE Steimbke II. Für Diskussionen in Fan-Kreisen sorgten seine acht Buden beim 11:0 gegen die SG Wendenborstel, mit denen er den „Torjäger-Kanonen“-Vorjahresgewinner Mattis Jüttner vom SV Duddenhausen überholte; zur Winterpause hatte noch Saad Haso vom klassenhöheren TSV Eystrup vorn gelegen. Grund für die Debatten war ein vermeintliches Eigentor, das ihm zugeschrieben wurde.

In die anstehende Kreisliga-Spielzeit geht Celik zuversichtlich, traut Inter Komata als Neuling eine gute Rolle zu. Dass er selbst bei einem Klub in ein zweites Jahr geht, ist beim Blick auf seine Laufbahn eine Seltenheit. Allerdings kann der Nienburger, der erst in Lüneburg und später in Hoya groß wurde, die zahlreichen Sommer- und Winter-Wechsel erklären: geplatzte versprochene Jobs, auseinanderbrechende Mannschaften oder einfach das Gefühl, aufgrund seiner südländischen Herkunft misstrauisch beäugt zu werden, führten zu seinen Entscheidungen: „Ich habe mich oft überreden lassen, wollte mit meinen Freunden spielen“, blickt der Offensivmann zurück und fügt hinzu: „Und häufig hat es dann einfach nicht gepasst.“ Respekt muss man ihm zollen, dass er alle Stationen seit seinen Anfängen ohne großes Nachdenken aufzählen kann. Von der Bezirksliga bis zur 1. Kreisklasse ist alles dabei.

Ralf Przyklenk, der ihn als A-Jugendlichen beim damaligen Niedersachsenligisten ASC Nien burg coachte, freut sich, dass Celik die „Torjäger-Kanone“ gewinnen konnte. Er glaubt aber auch, „dass Serdal vielleicht manchmal zu ungeduldig war. Er hätte sich sonst schon längst bei einem Bezirksligisten durchsetzen können.“ Ein anderer Ex-Trainer ist Michael Gilster, der ihn beim SCB Langendamm, SC Haßbergen und FC Nienburg betreute: „Mir hat an ihm immer gefallen, dass Serdal vor dem Tor den technischen Abschluss gesucht hat. Ich wusste immer, was ich an ihm habe. Er hat stets gewusst, wo erfolgreich Fußball gespielt wurde.“ Celik selbst erinnert sich gern an seine Zeit von eineinhalb Jahren beim RSV Rehburg zurück: „Bernd Rust hat mich auf fünf Positionen eingesetzt. Sein Training war super, außerdem hatte er taktisch richtig viel drauf.“

Die Vereinswechsel ermöglichten es Serdal Celik übrigens, schon viermal den Kreispokal zu gewinnen, was ihm mit Langendamm, Rehburg sowie dem FC und ASC Nienburg mit vier verschiedenen Vereinen gelang. Auch eine Top-Quote.

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Erstellt:
1. August 2015, 21:00 Uhr
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