Sie boten dem Winterspeck Paroli: Die Nienburger Radsportler rissen binnen acht Tagen mehr als 10 000 Kilometer ab. Harmening

Sie boten dem Winterspeck Paroli: Die Nienburger Radsportler rissen binnen acht Tagen mehr als 10 000 Kilometer ab. Harmening

Nienburg 06.01.2017 Von Die Harke

Challenge gepackt!

Die Radsportler des RSC ließen sich trotz der Feiertage nicht von ihrem ambitionierten Ziel abbringen

Winter-Challenge – dazu hatte der [DATENBANK=897]RSC Nienburg[/DATENBANK] aufgerufen und das sollte sie sein, die Herausforderung: von Heiligabend bis Silvester 500 Kilometer Rad zu fahren. Ob Rennrad oder Mountainbike, die Wahl der Mittel blieb jedem überlassen. Zusätzliches und gemeinsames Ziel war, zusammen die 10 000-Kilometer-Marke in den acht Tagen zu knacken. Die Kilometer durften individuell und/oder in Gruppen jeder Größenordnung abgespult werden. Jeder nach Lust und Laune, Wetterlage und natürlich an den Feiertagen auch nach verfügbarer Zeit – aber jeder Kilometer zählte, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

20 Radsportler des RSC und zwei Freunde des Vereins stellten sich der Challenge und sorgten am Heiligabend dann für einen gelungenen Auftakt. Großartige 1791 Kilometer wurden von 20 der 22 Teilnehmer insgesamt in der WhatsApp-Gruppe per Tachofoto an den Vorsitzenden Bernd Völkering gemeldet, der die Leitung der Challenge hatte. Auch Laura Neumann, schon jetzt die Sportlerin des Jahres für alle RSCer, trug schon am Starttag mit 139 Kilometern und somit Bestmarke des Tages ihren Teil dazu bei. Das sollte zu schaffen sein, die 10 000 schienen eine leicht realisierbare Marke.

Doch schon am zweiten Tag wurde es merklich weniger. Der erste Weihnachtsfeiertag, verfügbare Zeit somit, aber eben auch das Wetter ließen die Zahl der aktiven Fahrer und ebenso die individuelle Kilometerleistung schrumpfen. Bei leichtem Regen und Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich ist es eine größere Überwindung, auf sein Renngefährt oder auch Mountainbike zu steigen als im Sommer. Auch die aktive MTB-Truppe des RSC trug mit ihren Leistungen zum Gesamterfolg bei, und deren Kilometer wogen umso mehr, da bei der Fahrt durch Wald und Flur nicht so schnell Strecke gemacht wird.

10183 Kilometer insgesamt – und das auch bei Minusgraden

Aber über die Weihnachtstage wurde trotzdem nicht geruht. Der eine oder andere startete schon früh im Dunkeln, um rechtzeitig zu Hause zu sein, andere meldeten Fahrten zwischen Mittagessen und Kaffee im Kreis der Familie an den Feiertagen. Am Nachmittag war das Pling der WhatsApp-Gruppe ein gewohntes Geräusch, wenn die Tagesleistungen der Teilnehmer, die Regen und Kälte getrotzt hatten, gemeldet wurden. Schon früh kristallisierte sich heraus, dass sowohl Bernd Neumann als auch Jürgen Bormann mit konstanten und hohen Leistungen über die Spitze der Challenge ein Wörtchen mitreden wollten. Am Tag vier waren von allen insgesamt 5678 Kilometer erreicht. Nicht nur Wetter mit Regen und Kälte hielt auf, sondern die verfügbare Zeit, denn eine Arbeitswoche hatte begonnen. Einen Tag später konnten neben Bernd und Jürgen auch Laura sowie Lars Marquardt die 500 Kilometer „voll“ melden, was für keinen bedeutete, das Rad abzustellen. Viele andere standen vor der magischen Marke. Am 29. Dezember wurde mit 1567 Kilometern noch einmal ein Tageshoch erreicht, nachdem es am Vortag an die 1000er-Marke gerutscht war. Am 30. Dezember sah es dann nochmals so aus, als würde das gemeinsame Ziel in Gefahr geraten, wenn auch schon zehn Fahrer die 500 Kilometer geknackt hatten. Es waren nur elf Aktive und 909 km, aber eben auch Freitag. Bernd Völkering rief in der WhatsApp-Gruppe zum Finale auf und es sollte klappen. Am 31. wurde zusammengezählt und es war geschafft: 10183 Kilometer insgesamt – und das auch bei Minusgraden.

Bernd Neumann hatte sich mit mehr als beachtlichen 875 Kilometern am letzten Tag noch vor Jürgen Bormann mit 834 km gesetzt. Gleich danach folgte Laura Neumann mit 702 Kilometern. Insgesamt hatten 13 Sportler die Marke von 500 bei widrigen Bedingungen hinter sich gelassen. Nach den drei Genannten folgten Jonas Wehrmann, Lars Marquard, Ralf Hermerding, Bernd Völkering, James Joyce (Gast), Henry Lauströer, Matthias Wenzel (Tri Lizards Holtorf), Hansjörn Detmering, Eckhardt Rüter und Stefan Kastens. Für alle über 300 Kilometer gab es ein Race-Cap in den RSC-Farben. Aber nicht das Cap war das Ziel, sondern die Leistung.

In diesem Jahr warten alle RSCer wieder darauf, das Völkering zur Challenge ruft. Etwas mehr Sonne würde man sich wünschen, der Kälte kann man trotzen.

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Erstellt:
6. Januar 2017, 21:00 Uhr
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