Sebastian Stüben DH

Sebastian Stüben DH

Nienburg 20.11.2016 Von Sebastian Stüben

Chance vertan!

Was bleibt vom Demo­ Samstag in Nienburg? Von dem Tag, an dem rund 40 Rechtsextreme durch die Straßen der Stadt marschiert sind und rund 200 Gegende­monstranten aus dem linken Spektrum versucht haben, den Aufmarsch zu verhin­dern?

Es bleibt ein fader Nachge­schmack. Denn es gab Ver­letzte an diesem Tag: drei Polizisten und mehrere De­monstranten. Es brannten Bengalos, und es flogen Stei­ne. Unbekannte warfen ei­nen Gullideckel in die Eingsangstür des Bistros „Maximilian“ am Ernst­ Thoms­-Platz.

Von solchen Szenen profi­tieren am Ende nur die Rech­ten, die sich als gesetzes­treue Bürger inszenieren – im Gegensatz zu den „Linkskri­minellen“, wie sie die De­monstranten auf der anderen Seite gerne bezeichnen. Die­sen Gefallen darf man den Rechten nicht tun.

Viel wichtiger und wirksa­mer wäre es gewesen, wenn der bürgerliche Protest in Nienburg am vergangenen Samstag entschlossener aus­gefallen wäre. Dem Aufruf, Gesicht gegen Rechts zu zeigen, waren nicht viele Einwohner aus Stadt und Landkreis gefolgt. Die Ver­anstaltungen des Wabe­-Ak­tionstages hätten mehr Auf­merksamkeit verdient ge­habt.

Den Verlauf des Ausnah­me­-Tages in Nienburg wer­den jetzt beide Lager als Er­folg für sich interpretieren. Da haben die (Kreis­)-Nien­burger die Chance vertan, ein eindeutiges Zeichen für „Vielfalt statt Einfalt“ zu set­zen.

Lesen Sie dazu den Artikel „50413“.

Zum Artikel

Erstellt:
20. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.