08.09.2013

Chronik fand reißenden Absatz

„Gadesbünden – Ein Dorf und seine Einwohner“ am Sonntag im DGH vorgestellt

Gadesbünden. Volles Haus am Sonntag im DGH Gadesbünden. 150 – überwiegend – Einheimische waren der Einladung des Fördervereins gefolgt, um bei Kaffee und Kuchen nicht nur das 20-jährige Bestehen des Vereins zu feiern, sondern auch, um der Vorstellung der neuen Chronik beizuwohnen. Und sie am Ende dieses Nachmittags zu erwerben. Rund 200 Exemplare des Buches „Gadesbünden – Ein Dorf und seine Einwohner“ wechselten bei dieser Gelegenheit ihren Besitzer. Weitere 200 sind noch zu haben. Sie können über Hartmut Kaddatz und Silvia Vogelsang vom Vorstand des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus bezogen werden. Auf 400 Seiten hatte das Chronikteam Angela Behring, Sabrina Harms, Irmtraut Hillmann, Rainer Kaddatz, Franz Rosanowski und Wilhelm Ruprecht all das zusammengestellt, was man seiner Meinung nach über Gadesbünden wissen sollte. Allerdings hätten sie diese Herausforderung nie angenommen, wenn nicht der im Februar 1995 verstorbene Landwirt Friedrich Hillmann in den Jahren 1986 bis 1994 in mühevoller Forschungsarbeit unter anderem im Staatsarchiv von Hannover, im Stift Bassum und im Kirchenarchiv Heemsen sowie durch Befragung der älteren Dorfeinwohner den allergrößten Teil der Daten und Fakten bereits zusammengetragen hätte.

„Wir wollten all diese Informationen unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich machen“, betonte Hartmut Kaddatz, bevor er sich beim Chronikteam mit einem Freiexemplar des druckfrischen Buches für dessen Engagement bedankte. Sein Dank galt aber auch Heemsens Samtgemeindebürgermeister Fietze Koop und Heemsens Bürgermeister Henry Koch. Neben der eon.avacon, der Sparkasse und der Volksbank Nienburg hatte auch die Gemeinde Heemsen mit ihrer finanziellen Unterstützung dazu beigetragen, dass die Chronik mit einem Preis von 20 Euro erschwinglich geblieben ist.

Ein weiteres Dankeschön-Exemplar überreichte Kaddatz an diesem Nachmittag an einen Nienburger. Architekt Gerd Wojahn, zugleich Ehrenmitglied des Fördervereins, hatte vor 20 Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass das DGH überhaupt entstehen konnte.

Ein vielbeachteter Bestandteil der Chronik sind die Fotos von so gut wie allen Häusern, die in Gadesbünden gebaut wurden. Und seiner Bewohner. Los geht es mit dem Haus Nr. 1, das heute von Erika und Heinrich Schrader bewohnt wird, den Abschluss bildet das Haus Nr. 130, gebaut von Mathias und Claudia Seemann. Weitere Kapitel sind der Vorgeschichte bis ca. 1000 Jahre nach Christus, dem Amt Wölpe, den Kriegen von der Reformation bis Napoleon, den Auswanderern und der Entwicklung des Dorfes seit 1850 gewidmet. Außerdem enthält die Chronik Geschichten über die politische Verwaltung, über das Leben im Dorf, über den Alltag und die Bräuche, über das Vereinswesen und über Erinnerungen an die beiden Weltkriege.

„Ohne Vergangenheit gibt es auch keine Zukunft“, betonte Henry Koch im Verlauf seiner kleinen Laudatio. Er würdigte zum einen die Verdienste des Fördervereins mit seinem Vorsitzenden Hartmut Kaddatz, stellte aber auch heraus, dass es in Gadesbünden beispielhaft gelungen sei, alle Vereine und Verbände unter dem gemeinsamen Dach des DGH zusammenzuführen. eha

Zum Artikel

Erstellt:
8. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.