Paula und ihr Bruder Jonathan Garbers feiern Weihnachten gern daheim. Foto: Garbers

Paula und ihr Bruder Jonathan Garbers feiern Weihnachten gern daheim. Foto: Garbers

Schessinghausen 26.12.2020 Von Syam Vogt

„Coming home for Christmas“

Student Jonathan Garbers fährt für das Weihnachtsfest jedes Jahr in die Heimat

Die Weihnachtszeit steht für den Oldenburger Lehramtsstudenten Jonathan Garbers für Besinnlichkeit und die Zusammenkunft des engsten Familienkreises.

Seit fünfeinhalb Jahren wohnt der angehende Sport- und Englischlehrer in der 110 Kilometer entfernten Studentenstadt und macht sich jedes Jahr für die Feiertage zu seinem Familienhaus nach Schessinghausen auf, um mit seiner Mutter Christina, seinem Vater Klaus und den Geschwistern Paula und Maximilian das Fest der Liebe zu feiern. Gerade in Zeiten der Coronaviruspandemie stellte sich das zwar schwierig, aber nicht unmöglich heraus.

„Wir lassen uns von Corona die Weihnachtsstimmung nicht verderben und schauen positiv in die Zukunft“, sagt der 25-Jährige. Um an Weihnachten auch nach Hause fahren zu können, vermied er vorbildlich unnötige Kontakte. Seine Hoffnung, dass es von der Bundesregierung zumindest für den nahen Familienkreis einige Lockerungen geben wird, hatte sich ja erfüllt. Alternativ hätte sich die Familie bereits überlegt, einen Waldspaziergang an der frischen Luft abzuhalten.

Normalerweise läuft das Weihnachtsfest bei Familie Garbers sehr behütet ab. Die Anreise vom mittleren Sohn Jonathan findet meist ein paar Tage früher statt. Er besucht dann alte Schulfreunde und schaut mit ihnen die Darts-WM; auch das wird dieses Jahr ausfallen müssen, bedauert er.

Auch Schwester Paula, die in Hannover Technologie nachwachsender Rohstoffe studiert, und Bruder Maximilian, der in der Landeshauptstadt als IT-Administrator beschäftigt ist, finden den Weg in ihr Kindernest.

Bereits einen Tag vor Heiligabend war der Baum im Wohnzimmer aufgestellt und festlich geschmückt.

Am Tag der Bescherung hieß es dann erst einmal für alle ausschlafen, da der Tag noch lang wird und mit jeder Menge Überraschungen gespickt sein sollte. Gemeinsam sollte – so lautete der Plan bei Redaktionsschluss – zunächst auf dem Sofa gefläzt und die Märchenstunde der ARD verfolgt werden. Nachdem sich alle in Schale geworfen haben, stand der Gang zur Kirche im Plan.

Zu einer alten Tradition hat sich das Liedererraten entpuppt. Jeder gibt einen Tipp ab, welche Stücke in welcher Reihenfolge gesungen werden.

Bei der Ankunft im hell leuchtenden und einladendem Wohnzimmer dürfte dann bereits ein vollgepackter Sack mit Geschenken bereit gestanden haben.

Mit einer Sechs auf dem Würfel sichert man sich eines der Präsente. Nach der Bescherung wurde das Essen vorbereitet, meistens gab es in den vergangenen Jahren eine herzhafte Suppe. Nachdem alle ihre Geschenke ausprobiert haben, klang der Abend in geselliger Runde aus – vermutete Garbers im Vorfeld.

Am ersten Weihnachtstag stand der Besuch bei den Großeltern im Programm, die in all den Jahren stets ein „dickes Weihnachtsessen“ aufgetischt haben. Dem Familienfest wohnten in der Vergangenheit auch die Cousins und Cousinen sowie die Tante und der Onkel aus Rotenburg bei.

„Bei Braten, Rotkohl und Klößen wird geklönt, eine Minibescherung abgehalten und ein paar Gesellschaftsspiele gespielt“, erinnert sich der Lehramtsstudent an vorherige Treffen. Nach dem Kaffee und Kuchen sollte es dann wieder zurück nach Hause gehen. Den 26. Dezember verbringt Familie Garbers zunächst mit Fußball gucken, ehe es verstreut am späteren Abend noch zu Freunden gehen sollte.

„Die Weihnachtszeit ist jedes Jahr sehr schön und familiär. Dieses Jahr wird es zwar ein spezielles Fest und teils auch ungewöhnlich, aber wir machen das Beste aus der Situation und hoffen, dass wir im kommenden Jahr, wieder wie gewohnt feiern dürfen.“

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Erstellt:
26. Dezember 2020, 16:23 Uhr
Lesedauer:
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