Kexter Donald mit Gehhilfen aus dem Landkreis Nienburg. Im Hintergrund das Auto, das ebenfalls per Container geliefert wurde. Foto: Kexter Donald

Kexter Donald mit Gehhilfen aus dem Landkreis Nienburg. Im Hintergrund das Auto, das ebenfalls per Container geliefert wurde. Foto: Kexter Donald

Marklohe 29.01.2022 Von Edda Hagebölling

Container mit Spenden für die Polio-Opfer in Nigeria ist tatsächlich angekommen

„Das Unmögliche möglich gemacht“

Regina Andresen ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Das, wofür die Markloherin und ihr Team, wie mehrfach berichtet, so lange gearbeitet haben, ist wahr geworden: Der Container mit all den Spenden für die Polio-Opfer in Nigeria ist tatsächlich angekommen. „Wir haben das Unmögliche möglich gemacht“, so Andresen im Gespräch mit der HARKE am Sonntag.

Kexter Donald, Andresens Kontaktmann in Nigeria, hat den Container mittlerweile entladen. Mit dem Auto, das ebenfalls im Container von Marklohe nach Lagos verschifft wurde, bringt Donald, ein Opfer der Polio-Erkrankung, jetzt nach und nach die Rollstühle, Gehhilfen, Fahrräder, Möbel, Matratzen Kühlschränke, Kleidung und was sonst noch im Landkreis Nienburg an Spenden zusammengekommen war, zu den Menschen, die die Sachen dringend benötigen.

Allerdings: Die Aktion hat Regina Andresen auch richtig viel Nerven gekostet. Und Geld. Wegen der Pandemie waren die Kosten für den Container und dessen Transport explodiert. Allein in Nigeria wurden noch einmal 2500 Euro fällig. Da die Geldspenden, die in Deutschland zusammengekommen waren, nicht ausreichten, wurde noch Geld bei Freunden und Verwandten geliehen.

In der Hoffnung, dass die die Preise sich wieder stabilisieren, noch länger mit dem Transport zu warten, war für die Markloherin keine Option. Das Projekt zu Ende zu bringen war ihr wichtiger.

Regina Andresen (mit orangem Schal) mit ihren Helfern beim Verladen der Spenden im November.  Foto: Hagebölling

Regina Andresen (mit orangem Schal) mit ihren Helfern beim Verladen der Spenden im November. Foto: Hagebölling

Ende November hatte DIE HARKE am Sonntag darüber berichtet, dass der Container, der Regina Andresen von einer Spedition aus Stuhr zum Beladen vors Haus gestellt und drei, vier Tage später voll beladen wieder abgeholt worden war, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Freunden, Schülerinnen und mit Unterstützung von DJ Niki Tall, der in Nigeria ein Star ist, mit all den Spenden bestückt wurde. Von Marklohe aus ging der Container zum Hamburger Hafen. Dort übernahm ein Schiff der Reederei Grimaldi die wertvolle Fracht. Das Ziel: Lagos, mit rund 15 Millionen Menschen die größte Stadt in Nigeria.

„Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man den vielen Menschen hier vor Ort mitteilen kann, dass ihre unterschiedlichen Sachspenden in Nigeria angekommen sind. Auch im Namen von Kexter Donald und dem Team Polio bedanken wir uns ganz herzlich bei den Menschen, die in unterschiedlichster Weise dazu beigetragen haben, dass diese Polio-Hilfsaktion ein voller Erfolg geworden ist“, betont Regina Andresen.

Mittlerweile ist die Erfahrung der Markloherin als Expertin für das Verschiffen von Spenden in ein afrikanisches Land auch in Liebenau gefragt. Wie berichtet, hat die Gruppe „Liebenau hilft“ Schulmöbel und alle möglichen anderen Spenden aus Haushaltsauflösungen für die Menschen in Somalia gesammelt.

Für alle, die die Aktion noch finanziell unterstützen möchten, sei noch einmal die Bankverbindung des Spendenkontos genannt: Volksbank Aller-Weser, „direct help“ / Regina Andresen, Kennwort „Polio“, IBAN DE 08 2566 3584 0044 6998 00

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Erstellt:
29. Januar 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 24sec

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