Corona-Virus von Korbinian Stöckle und Rasit Rejwan, Glashütte Gernheim 2020. Foto: Peter Hübbe

Corona-Virus von Korbinian Stöckle und Rasit Rejwan, Glashütte Gernheim 2020. Foto: Peter Hübbe

Petershagen-Gernheim 28.07.2020 Von Die Harke

„Contra Corona“-Ausstellung

Arbeiten mit Glas in vielfältiger Ausprägung bis 1. November zu sehen

Über 30 Künstler und Designerinnen sind der Einladung des LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim gefolgt und zeigen seit Sonntag in der neuen Sonderausstellung „Contra Corona“, dass auch in Zeiten einer Pandemie die Arbeit mit Glas in vielfältigen Ausprägungen fortlebt. Die Ausstellung ist bis 1. November geöffnet.

Die ausgestellten Objekte reichen von Gebrauchsglas über Kleinserien bis hin zu künstlerischen Einzelstücken – einzig die verwendeten Techniken haben alle gemein: Sie alle wurden in Hüttentechniken hergestellt. Die Auswahl der Exponate trafen die Künstler, sie ist nur geringfügig kuratiert. Alle Exponate dieser Ausstellung stehen zum Verkauf. Dadurch wandelt sich die Ausstellung stetig, da neue Stücke zum Bewundern bereitstehen.

Beteiligte Kunstschaffende der Ausstellung sind: Veronika Beckh, Dirk Bürklin, Annette Glas & Austin Dowd, Barbara Ebner von Eschenbach, Simone Fezer, Masami Hirohata, Pia Hoff, Heikko Schulze Höing, Franz X. Höller, Christoph Hübner, Susanne Kunkel, Louise Lang, Rainer Metzger, Anna Mlasowsky, Henriette Olbertz-Weinfurter, Stella Orlowski, Martin Potsch, Susanne und Ulrich Precht, Cornelius Réer, Torsten Rötzsch, Nina Thorp, Stephen Thorp, Rasit Rejwan Toplu, Stefanie Schulz, Carolin Schwan, Korbinian Stöckle, Michaela Swade, Andrea Viebach, Anne Wenzel und Franz Winkelkotte.

Zum Hintergrund: Der Werkstoff Glas und das damit einhergehende Blasen der heißen Glasmasse weist eine 2000-jährige Tradition auf. Die Glashütte Gernheim möchte mit der Galerieausstellung „Contra Corona – Deutsches Heißglas 2020“ die Kunstschaffenden unterstützen, die die jahrtausendealten Techniken der manuellen Fertigung von mundgeblasenen Hohlglas praktizieren und dadurch erhalten. Diese Techniken wurden 2015 in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Unter den Bedingungen der Pandemie ist dieses Kunstschaffen stark eingeschränkt worden.

Die Teilnehmenden sind zumeist in der Studioglasszene zu verorten, die aus der in den 1960er-Jahren entstandenen internationalen Studioglasbewegung hervorging. Im Gegensatz zur Manufakturarbeit standen hier der Schaffensprozess und der künstlerische Ausdruck im Fokus. Der Werkstoff Glas wurde von seiner rein dienenden Funktion befreit, sein ästhetisch leicht eingängiger Reiz sollte jedoch gebrochen werden.

Die Ausstellung „Contra Corona – Deutsches Heißglas 2020“ ist im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim bis zum 1. November dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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Erstellt:
28. Juli 2020, 16:50 Uhr
Lesedauer:
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