Corona-Selbsttests für Schüler verpflichtend

Corona-Selbsttests für Schüler verpflichtend

Schüler müssen vom 12. April an zweimal in der Woche zu Hause einen Corona-Selbsttest machen, bevor sie nach einem negativen Ergebnis in die Schule gehen. Foto: RioPatuca Images - stock.adobe.com

Das Land Niedersachsen führt für einen Schulbesuch in den niedersächsischen Schulen eine Testpflicht ein. Beginn ist am 12. April.

Ab der ersten Schulwoche nach den derzeitigen Schulferien – also beginnend mit dem 12. April – sollen alle Schülerinnen, Schüler sowie Beschäftigten in den allgemein- und berufsbildenden Schulen zweimal pro Woche an Präsenztagen getestet werden. Die Tests sind verpflichtend und werden zu Hause selbst durchgeführt. Ohne ein negatives Ergebnis am Morgen können Schüler nicht am Unterricht teilnehmen. Zugleich wird die Präsenzpflicht aufgehoben, teilt das Kultusministerium am Donnerstag mit.

Sie helfen dabei, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und möglicherweise unentdeckte Infektionen zu erkennen

Kultusminister Grant Hendrik Tonne

„Ich denke, wir haben mit dieser Lösung eine Regelung gefunden, die sich an der großen Mehrheit orientiert, die Ängste und Sorgen aller Beteiligten sehr ernst nimmt und die Belastungen für alle möglichst gering hält“, erklärte der aus Leese stammende Kultusminister Grant Hendrik Tonne und fügte an: „Auch wenn sich Abläufe erst einspielen und neue Routinen entwickelt werden müssen, können regelmäßige Testungen doch einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten. Sie helfen dabei, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und möglicherweise unentdeckte Infektionen zu erkennen, bevor es zu einer weiteren Verbreitung des Virus kommt.“

Konkret geplant sind folgende Regelungen:

Das verpflichtende Testen zu Hause führt zur Aufhebung der Präsenzpflicht

Das verpflichtende Testen zu Hause führt zur Aufhebung der Präsenzpflicht in allen Schuljahrgängen. Eltern und Erziehungsberechtigte können ihre Kinder ohne Angabe von Gründen vom Schulunterricht in Präsenz abmelden. Damit ist die eingeschränkte Kontrollmöglichkeit bei Tests zu Hause auch juristisch haltbar.

Schülerinnen und Schüler, die auf Antrag von der Präsenzpflicht befreit sind oder nach einem Positivtest zu Hause bleiben müssen, gehen in den Distanzunterricht und bekommen geeignetes Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt.

Entscheidung war eine freiwillige Testwoche vor Ostern vorausgegangen

Dieser Entscheidung vorausgegangen war eine Testwoche mit sogenannten Laienselbsttests vor den Osterferien in den Schulen und zu Hause. Möglichst alle Schulen sollten die Gelegenheit bekommen, das Testen mindestens einmal mit den Schülerinnen und Schülern zu üben.

Nach Angaben des Kultusministerium waren vor Ostern 25.000 Selbsttests an allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Nienburg versandt worden.