Mittlerweile gibt es vier bestätigte Coronafälle im Landkreis Nienburg. Foto: Pixabay

Mittlerweile gibt es vier bestätigte Coronafälle im Landkreis Nienburg. Foto: Pixabay

Landkreis 14.03.2020 Von Sebastian Stüben, Von Jörn Graue

Corona: Zwei neue bestätigte Fälle

Insgesamt vier positiv getestete Covid-19-Patienten im Kreisgebiet

Update, 15. März, 19 Uhr:

Zwei weitere Menschen aus dem Landkreis Nienburg sind nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Landkreissprecher Cord Steinbrecher am Samstagnachmittag auf HARKE-Nachfrage mitgeteilt. Damit gibt es insgesamt vier bestätigte Covid-19-Fälle Kreisgebiet.

Einer der beiden Patienten gehört nach Steinbrechers Worten zu den 15 Verdachtsfällen, die die Kreisverwaltung am Freitag bekannt gegeben hatte.

Die 15 Personen setzen sich aus zwei Gruppen zusammen, die jeweils zusammen im Skiurlaub in den Alpen waren.

Über die zweite Person kann der Kreissprecher noch keine genaueren Angaben machen. „Die Person wohnt im Landkreis Nienburg, ist aber in Minden getestet worden“, sagt Steinbrecher.

Nach Bekanntwerden der positiven Testergebnisse ist bei der Kreisverwaltung das sogenannte Kontaktmanagement in Gang gesetzt worden. Das Gesundheitsamt setzt sich jetzt mit den Personen in Verbindung, mit denen die Infizierten in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatten.

„Die Person, die zu den 15 bekannten Verdachtsfällen gehört, war bereits vor Bekanntwerden des Ergebnisses in Quarantäne“, sagt Steinbrecher. Jetzt gehe es darum, auch mögliche Kontakte unter Quarantäne zu stellen.

Bis Sonntagabend waren noch nicht alle Ergebnisse der 15 Verdachtsfälle vorhanden. Die Ergebnisse der Abstriche aus dem neu eingerichteten Corona-Test-Zentrum in Nienburg erwartet der Kreissprecher am heutigen Montag.

Keine Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen

Unterdessen hat die Samtgemeinde Mittelweser mitgeteilt, dass von heute an voraussichtlich bis zum 18. April keine Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen stattfinden dürfen.

Das gilt für Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäuser, Multifunktionsgebäude, Feuerwehrhäuser, Jugendtreffs, Jugendhäuser und Begegnungsstätten. Darüber hinaus wird es in dem Zeitraum keine Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen geben. Davon betroffen sind auch Osterfeuer.

Ausgenommen sind laut Samtgemeindebürgermeister Jens Beckmeyer Veranstaltungen, die zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge und für das Bestehen einer notwendigen Infrastruktur erforderlich sind. Darunter würden Rats- und Ausschusssitzungen fallen, sagte der Verwaltungschef auf Nachfrage.

Dasselbe gelte für Übungsdienste der Freiwilligen Feuerwehren, aber nicht für gesellige Veranstaltungen. Bei Sitzungen müssen die Teilnehmer gebührenden Abstand zueinander halten.

Beide Elternteile müssen zu Fallgruppen gehören

Die Stadt Nienburg hat die Bedingungen zur Inanspruchnahme einer Notbetreuung für Schul- oder Kita-Kinder konkretisiert. „Zur Notbetreuung zuzulassen sind lediglich die Kinder, bei denen alle Erziehungsberechtigten eines Kindes zu einer der zwei Fallgruppen für Ausnahmefälle gehören“, heißt es.

Die Fallgruppen sind Berufsgruppen, die zur Sicherstellung grundlegender Bereiche der Daseinsvorsorge gehören, und Personen, die einen Härtefall nachweisen können.

„In allen Fällen wird individuell entschieden unter dem Grundsatz, dass die Schließung der Einrichtungen aus gesundheitspräventiven Gründen zwingend erforderlich angeordnet worden ist“, teilt die Stadt mit: „Es ist allen Entscheidungsträgerinnen und -trägern bewusst, dass in dieser für Erziehungsberechtigte ohnehin sehr schwierigen Situation der Aufwand für Nachweise eine große zusätzliche Belastung bedeutet.“
_________________________
Ursprünglicher Artikel:

Zwei weitere Menschen aus dem Landkreis Nienburg sind nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Landkreissprecher Cord Steinbrecher am Samstagnachmittag auf HARKE-Nachfrage mitgeteilt. Damit gibt es insgesamt vier bestätigte Covid-19-Fälle Kreisgebiet.

Einer der beiden Patienten gehört nach Steinbrechers Worten zu den 15 Verdachtsfällen, die die Kreisverwaltung am Freitag bekannt gegeben hatte. Die 15 Personen setzen sich aus zwei Gruppen zusammen, die jeweils zusammen im Skiurlaub in den Alpen waren.

Über die zweite Person konnte der Kreissprecher am Samstagnachmittag noch keine genaueren Angaben machen. „Die Person wohnt im Landkreis Nienburg, ist aber in Minden getestet worden“, sagte Steinbrecher.

Nach Bekanntwerden der positiven Testergebnisse ist bei der Kreisverwaltung das sogenannte Kontaktmanagement in Gang gesetzt worden. Das Gesundheitsamt nimmt jetzt Kontakt zu den Personen auf, mit denen die Infizierten in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatten.

„Die Person, die zu den 15 bekannten Verdachtsfällen gehört, war bereits vor Bekanntwerden des Ergebnisses in Quarantäne“, sagte Steinbrecher. Jetzt gehe es darum, auch mögliche Kontakte unter Quarantäne zu stellen.

Bis zum Samstagnachmittag waren noch nicht alle Ergebnisse der 15 Verdachtsfälle vorhanden. Die Ergebnisse der Abstriche aus dem neu eingerichteten Corona-Test-Zentrum in Nienburg erwartet der Kreissprecher bis zum Sonntag.

Zum Artikel

Erstellt:
14. März 2020, 17:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.