Auch das Ehrenamt leidet unter Corona.

Auch das Ehrenamt leidet unter Corona.

Landkreis 04.12.2020 Von Holger Lachnit

Corona trifft das Ehrenamt

Guten Tag – eine Kolumne

Heute ist der Tag des Ehrenamts. Nach Angaben der Bundesregierung engagieren sich 31 Millionen Menschen freiwillig in Deutschland. Viele von ihnen auch im Landkreis Nienburg.

Doch die Corona-Pandemie hat auch das Ehrenamt getroffen: Das Vereinsleben steht derzeit nahezu still. Die wöchentlichen Rituale fehlen, vom zwischenmenschlichen Austausch ganz zu schweigen. Darunter leiden nicht nur diejenigen, die von Ehrenamtlichen betreut werden, sondern auch die ehrenamtlich Tätigen selbst.

Eine 72-jährige Nienburgerin wandte sich kürzlich an die Heimatzeitung, um aus ihrem Alltag zu berichten, der durch Corona ein ganz anderer geworden sei: Sie lebe allein und versuche, die Kontakte zu ihren Kindern und Enkelkindern möglichst einzuschränken.

„Corona hat uns mit allen Einschränkungen voll im Griff. Eine Zeit mit Vorschriften: Mund-Nasen-Schutz, Abstand einhalten, kein Besuch in Restaurant und Cafés möglich.“ Es sei ja auch vernünftig, die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Folge: „Ich bin Frühaufsteherin, und wenn ich DIE HARKE gelesen habe und meine Wohnung gerichtet habe, ist es 9 Uhr. Mein Ehrenamt als Lesepatin in der Schule soll ich zurzeit nicht ausüben: Corona! Doch dann denke ich: Höre auf, dich zu beklagen! Du hast eine warme Wohnung, genügend Essen und ein Telefon. Also du kannst deine Freunde anrufen, die in der gleichen Lage sind wie ich! Aber schön ist etwas ganz anderes.“

Wie recht die Frau hat.

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Erstellt:
4. Dezember 2020, 04:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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