In luftiger kleiner Runde, aber fröhlich feierte das Team der Hausaufgabenhilfe im Sprotte mit den Kindern die Zeugnisse. Foto: Sprotte-Verein

In luftiger kleiner Runde, aber fröhlich feierte das Team der Hausaufgabenhilfe im Sprotte mit den Kindern die Zeugnisse. Foto: Sprotte-Verein

Nienburg 27.07.2020 Von Die Harke

Coronagerecht in die Sommerferien

Sprotte-Verein schaut mit den Kindern auf das Schulhalbjahr zurück

Im Stuhlkreis auf dem Parkplatz hinter dem Begegnungszentrum der Lehmwandlung und nur in einzelnen Gruppen, statt wie sonst in großer Runde, haben die Hausaufgabenhilfe-Gruppen das Schuljahr verabschiedet.

„Das war eine schwierige Zeit“, betont Vorsitzende Tamara Ritter. Nach dem Lockdown im März, der viele Familien sehr verunsichert habe, und mit den Herausforderungen des „Home-Schoolings“ sei im Sprotte ein völlig anderes Arbeiten erforderlich geworden. Schon in den Osterferien hatte das Team darum zusammengesessen und ein Konzept entwickelt, um die Beratung und vor allem die Bildungsunterstützung möglichst schnell wieder aufnehmen zu können.

Alle Kolleginnen seien bereit gewesen, unter den besonderen Umständen und in Eins-zu-eins-Betreuung den Kindern beim Lösen ihrer Aufgaben zu helfen: mit Frontalunterricht mit Mund-Nasen-Schutz und höchstens in Geschwistergruppen. Im Stundentakt wechselten die Teams, dazwischen wurde gewischt und desinfiziert. Die Masken hatte der Verein von einer Nachbarin nähen lassen und händigte die Gesundheitsschützer täglich frisch gewaschen wieder an die Kinder aus.

„Alle waren sehr vernünftig und die Eltern unglaublich kooperativ, wenn es darum ging, die neuen Regeln und Hygienemaßnahmen und das aufwendige Leitsystem durch das Haus genau zu beachten. Alles neu, alles anders und vor allem die Ungewissheit, das ist eigentlich nichts für Kinder.“ Und auch die Eltern hatten keine leichte Zeit. Der Beratungsbedarf wuchs täglich, vor allem das Home-Schooling machte zu schaffen. Die entsprechende Technik und das nötige Sprachverständnis waren längst nicht in allen Familien ausreichend vorhanden.

Nach den Sommerferien will der Verein die Hausaufgabenhilfe um Stützkurse in Mathe und Englisch erweitern. Dazu plant man gemeinsam mit den Schulen Rahn an einem Konzept. „Der Wechsel an die weiterführenden Schulen ist in der Bildungsbiografie der Kinder, die wir begleiten, immer eine kritische Phase, da wollen wir sie in diesem Jahr besonders unterstützen“, erklärt Tamara Ritter. Bis alles wieder rund liefe, werde wohl noch etwas Zeit vergehen, aber man müsse eben lernen, auch aus dieser Situation das Beste zu machen. „Wir wünschen den Kindern und ihren Familien, dass sie gestärkt aus der Krise herausgehen. Das, was wir dazu beitragen können, werden wir möglich machen.“

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Erstellt:
27. Juli 2020, 17:26 Uhr
Lesedauer:
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