Mit den politisch Verantwortlichen, hier den Landtagsabgeordneten Karsten Heineking und Dr. Frank Schmädeke (beide CDU) sowie Barbara Weißenborn (CDU) und Michael Krug (Grüne) aus dem Stadtrat Nienburg, wollen die Teilnehmer der Critical Mass ins Gespräch kommen. Foto: ADFC

Mit den politisch Verantwortlichen, hier den Landtagsabgeordneten Karsten Heineking und Dr. Frank Schmädeke (beide CDU) sowie Barbara Weißenborn (CDU) und Michael Krug (Grüne) aus dem Stadtrat Nienburg, wollen die Teilnehmer der Critical Mass ins Gespräch kommen. Foto: ADFC

Nienburg 27.02.2020 Von Die Harke

„Critical Mass“ soll weiter stattfinden

ADFC beschließt Unterstützung der Aktion, die ab März erneut beginnt

Die Aktiven des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs im Kreis Nienburg haben sich bei der Mitgliederversammlung im Februar einstimmig für die Wiederaufnahme der Critical-Mass-Fahrradtouren in Nienburg ausgesprochen.

Auch nach fünf Jahren aktiver verkehrspolitischer Arbeit sieht die Interessenvertretung weiteren, dringenden Handlungsbedarf. Der Fahrradverkehr habe zugenommen, ebenso wie die Bereitschaft mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren, schreibt der ADFC in seiner Pressemitteilung. Die Verkehrsflächen, Fahrradwege, Schutzstreifen und Nebenanlagen hätten sich aber nicht ausreichend mitentwickelt.

„In Nienburg wird mit ‚Verkehr‘ meist immer noch der Autoverkehr gemeint“, äußert Berthold Vahlsing, Vorsitzender des örtlichen Verbandes. „Dabei ließen sich große Anteile des innerörtlichen Verkehrs klimafreundlich, lärm- und feinstaubmindernd auf das Fahrrad verlagern.“ Die Bereitschaft dazu hätte zugenommen. Die Qualität der Wege und die gefühlte Verkehrssicherheit seien aber noch nicht ausreichend.

Zwei statt drei Fahrbahnen für den Autoverkehr könnten Platz schaffen für einen sicheren Radfahrstreifen.

Barthold Vahlsing, ADFC

„In den vergangenen Jahren haben wir versucht, mehr Aufmerksamkeit für die Belange des Fahrradverkehrs zu wecken“, so der Vereinssprecher. „Wir bemerken eine Änderung der Wahrnehmung.“ Handfeste Verbesserungen für den Fahrradverkehr müssten jetzt folgen. Mit der Freigabe des Südringes und dem Umbau der südlichen Verdener Landstraße inklusiv Kreisverkehrsanlage sollten sich Änderungen bei der vorhandenen Verkehrsflächenaufteilung ergeben.

Für mehr Sicherheit des Fahrradverkehrs spricht sich der Verband für Überprüfungen an den Hauptverkehrsrouten der Stadt aus. Für ausreichend breite Fahrradstreifen sollte mache Abbiegespur für Kraftfahrzeuge auf ihre Notwendigkeit begutachtet werden. „Zwei statt drei Fahrbahnen für den Autoverkehr könnten Platz schaffen für einen sicheren Radfahrstreifen“, so Berthold Vahlsing.

Die erste Critical Mass in diesem Jahr wolle man am 27. März unterstützen, schreibt der Verein, und ruft Interessierte auf, sich den Termin freizuhalten. Beginn sei wie immer um 17 Uhr am Goetheplatz Nienburg.

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Erstellt:
27. Februar 2020, 10:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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