Mit der verbesserten Halskrause ist die Beatmung von Verletzten leichter möglich. DRK Nienburg

Mit der verbesserten Halskrause ist die Beatmung von Verletzten leichter möglich. DRK Nienburg

Nienburg 03.03.2017 Von Die Harke

DRK will neue „Halskrause“ einsetzen

Nienburger Unternehmen stellt israelische Innovation der Zervikalstütze in Deutschland vor

Im Rettungsdienst kommt die Zervikal-Stütze (im Volksmund „Halskrause“) buchstäblich täglich zum Einsatz – rund 1000 Mal im Jahr allein beim [DATENBANK=3712]DRK Nienburg[/DATENBANK]. Doch zuweilen lässt sich auch Bewährtes noch verbessern: Das Nienburger Rote Kreuz gehört zu den ersten in Deutschland, die eine Weiterentwicklung aus Israel nutzen. „Zervikal-Stützen werden eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Verletzung der Halswirbelsäule vorliegt – häufig nach einem Autounfall, aber auch beispielsweise nach einem Sturz, einem Unglück mit Fahrrad oder Motorrad“, teilt das DRK mit: „Für den Laien unterscheidet sich die israelische Kunststoffmanschette kaum von bekannten Produkten.“ Die Vorteile lägen im Detail.

Rettungsdienstleiter [DATENBANK=3055]Mike Plate[/DATENBANK]: „Mit der verbesserten Halskrause ist die Beatmung von Verletzten leichter möglich. Der Mund des Betroffenen lässt sich öffnen; Erbrochenes kann abfließen.“ Außerdem ist die Manschette nach den Worten von Praxisanleiter Sascha Manthey so konzipiert, dass sie nur an bestimmten Punkten direkt am Körper anliegt. Manthey: „Dadurch werden Blutgefäße und Nervenbahnen nicht beeinträchtigt.“

Wir können sehr gut einschätzen, welche Innovation Sinn macht. Und das hier ist wirklich eine gute Sache.

Der Geschäftsführer des Nienburger Unternehmens, das die neue Krause in Deutschland vorstellt, Stefan Krieg, sagt: „Diese Weiterentwicklung der bekannten Zervikal-Stütze wurde für das israelische Militär konzipiert. Das Handling ist einfach und sicher, auch in schwierigen Situationen.“

Beim DRK ist man von der neuen Manschette überzeugt, will sie flächendeckend einsetzen. Mitarbeiter des israelischen Entwicklers waren in der Kreisstadt und haben die DRK-Mitarbeiter geschult. „Wir sind Neuem gegenüber aufgeschlossen“, sagt Plate: „Der Rettungsdienst ist Praxis pur. Wir können sehr gut einschätzen, welche Innovation Sinn macht. Und das hier ist wirklich eine gute Sache.“ Zumal das Produkt nicht mehr koste als die bekannten Modelle.

Das Nienburger Unternehmen hat nicht nur die Rettungsprofis vom DRK überzeugt: An der [DATENBANK=3057]Medizinischen Hochschule Hannover[/DATENBANK] prüfe man zurzeit, ob die Sinnhaftigkeit dieser Halskrause mit einer Studie unterstützt werden kann, sagt Geschäftsführer Krieg. Immerhin werden solche Halsmanschetten jedes Jahr bundesweit rund 1,5 Millionen mal eingesetzt.

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Erstellt:
3. März 2017, 21:00 Uhr
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