Die Flammen schlagen aus dem Dach der Asylunterkunft. Foto: Schiebe

Die Flammen schlagen aus dem Dach der Asylunterkunft. Foto: Schiebe

Pennigsehl 18.04.2021 Von Uwe Schiebe

Dachstuhl von Asylunterkunft steht in Flammen

Alle sieben Bewohner können sich unversehrt ins Freie retten

Am Samstagabend um 20:05 rückten die Feuerwehren der Samtgemeinde Liebenau zu einem Großeinsatz aus. Aus der Asylunterkunft in Pennigsehl in der Straße „Übern Braken“ schlugen aus dem Dach Flammen. Die anrückenden Einsatzkräfte konnten schon aus der Ferne den Rauchpilz und einen Feuerball erkennen. Die sieben Bewohner der Unterkunft hatten selbst das Feuer gemeldet und konnten das Gebäude unversehrt verlassen.

Die Feuerwehren Pennigsehl, Liebenau, Binnen, Bühren, Glissen und Hesterberg/Mainsche bauten mehrere Förderstrecken von umliegenden Unterflurhydranten auf und bekämpften die Flammen teilweise unter schwerem Atemschutz aus vier C–Rohren von allen Seiten. Außerdem war die Drehleiter aus Liebenau im Einsatz, die von oben die Brandbekämpfung unterstützte. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises war ebenfalls im Einsatz. Gegen 22.00 Uhr konnte Einsatzleiter Marco Bockhop „Feuer aus“ melden. Mit einer Wärmebildkamera wurde noch nach Brandnestern gesucht. Um kurz nach Mitternacht rückten die letzten Kräfte ein.

Die Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer von allen Seiten. Foto: Schiebe

Die Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer von allen Seiten. Foto: Schiebe

Ein Nachbar hat sich um die Unterbringung einer aus dem Irak stammenden Familie mit zwei Kindern gekümmert. Ein weiteres Paar aus dem Irak wurde zu Bekannten nach Hannover gebracht. Ein Mitarbeiter der Samtgemeinde Liebenau hat für die Unterbringung eines polnischen Obdachlosen gesorgt.

Die Löscharbeiten haben sich bis in den späten Samstagabend gezogen. Foto: Schiebe

Die Löscharbeiten haben sich bis in den späten Samstagabend gezogen. Foto: Schiebe

Ralf Tiedemann, Brandabschnittleiter Süd, und sein Stellvertreter Bernd Hachmeyer haben sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Zum Eigenschutz der Einsatzkräfte waren zwei Rettungswagen und ein Noteinsatzfahrzeug vor Ort. Das Gebäude ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Zur Ermittlung der Brandursache hat die Polizei die Arbeit aufgenommen. Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Es waren insgesamt 88 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.

Aus Richtung Friedhof kommend war das Feuer weithin sichtbar. Foto: Schiebe

Aus Richtung Friedhof kommend war das Feuer weithin sichtbar. Foto: Schiebe

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Erstellt:
18. April 2021, 14:33 Uhr
Lesedauer:
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