In Nienburgs Kreishaus findet am Freitag von 16 bis 19 Uhr zum zweiten Mal eine Schwangerschaftsmesse statt. Die Initiatorinnen sind Sandra Bischoff und Bettina Menke-Siebels. Hagebölling

In Nienburgs Kreishaus findet am Freitag von 16 bis 19 Uhr zum zweiten Mal eine Schwangerschaftsmesse statt. Die Initiatorinnen sind Sandra Bischoff und Bettina Menke-Siebels. Hagebölling

Landkreis 09.02.2019 Von Edda Hagebölling

Damit Kinder gut gedeihen

In Nienburgs Kreishaus findet am Freitag von 16 bis 19 Uhr zum zweiten Mal eine Schwangerschaftsmesse statt

Aus ihrer täglichen Arbeit wissen sie, wie unsicher werdende Eltern sein können. Und vielfach auch unwissend. Sandra Bischoff ist im Familienservicebüro des Landkreises an der Weserstraße für die Schwangerenberatung zuständig, Bettina Menke-Siebels koordiniert die „Frühen Hilfen“. Beide kamen vor über einem Jahr auf die Idee, eine Schwangerschaftsmesse zu initiieren. Mit großen Erfolg. Am kommenden Freitag findet die Neuauflage statt. Von 16 bis 19 Uhr sind alle, die sich für den Themenbereich Schwangerschaft und Geburt interessieren, eingeladen, ins Kreishaus A zu kommen. Werdende Eltern ebenso wie Eltern, die ihr Kind schon bekommen haben, gerne aber auch Fachkräfte und andere.

Fand die erste Schwangerschaftsmesse noch im Kreistagssaal und im Erdgeschoss statt, erstreckt sie sich dieses Mal über drei Ebenen. Nach dem Vorbild des „Fahrplans Schwangerschaft“, der bei Sandra Bischoff erhältlich ist, dreht sich im Erdgeschoss alles um das Thema Schwangerschaft.

Die 1. Etage ist dem Schwerpunkt Geburt und die 2. Etage der Zeit nach der Geburt gewidmet. Mehr als 25 Institutionen und Einrichtungen präsentieren ihre Angebote. Die Arbeiterwohlfahrt, die Dorfhelferinnen, das DRK, die Elterngeldstelle des Landkreises, das Frauenhaus, die freien Hebammen, das Jobcenter, die Kindertagespflege, der Kinder- und Jugendärztliche Dienst, das Mütterzentrum, die Vertretung Minderjähriger des Landkreises, Apotheken, Krankenkassen, Kinderärzte und Krankenhäuser.

Sie alle eint der Wunsch, Eltern und Kindern aufzuzeigen, wie sie Hilfe bekommen können, bevor aus einem kleinen Problem ein riesiger Berg wird.

„Eine gute Mutter werden möchte jede Frau, doch wenn das Kind da ist, ist doch alles anders“, so Sandra Bischoff. Bischoff sieht ihre Aufgabe darin, den verunsicherten jungen Eltern klarzumachen, dass das alles sein darf. Und dass es für so gut wie alles eine Lösung gibt. Einfach und unkompliziert. Nach der Geburt kommt dann auch Bettina Menke-Siebels vom Netzwerk „Frühe Hilfen“ ins Spiel. Ihr stehen eine Familienhebamme und eine Kinderkrankenschwester zur Seite, die bei Bedarf ins Haus kommen, aber auch beim „Café Kinderwagen“ anzutreffen sind. Das Café Kinderwagen gibt es in den Mütterzentren in Nienburg und Uchte und in der Kita „Kleine heile Welt in Eystrup.

Hilfe bekommen die Eltern außerdem bei der Frage: Was mache ich, wenn mein Kind ein Jahr wird? Versuche ich, einen Krippenplatz zu bekommen? Mache ich mich auf die Suche nach einer Tagesmutter? Oder entscheide ich mich für eine sogenannte Großtagespflegestelle, die von zwei Tagesmüttern gemeinsam betrieben wird? Auch hier können Sandra Bischoff und Bettina Menke-Siebels weiterhelfen.

Ergänzt wird das Angebot an den rund 25 Messeständen durch insgesamt vier Vorträge, die nach der Eröffnung um 16 Uhr durch den 1. Kreisrat Thomas Klein stattfinden.

Um 16.15 Uhr referiert Dr. Mathias Uhlig, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Helios Kliniken in Nienburg, über das Thema „Das Wunder der Natur – aus 2 mach 3“.

Um 17 Uhr heißt es: Die natürliche Geburt und ihre positiven Auswirkungen auf Mutter und Kind. Referentin ist die Hebamme und Diplom-Sozialpädagogin Ute Behrens.

„Ostheopatische Aspekte zur Behandlung von Mutter und Kind vor und nach der Geburt“ ist am 17.45 Uhr das Thema des Ostheopaten Hannes Joachim-Fischer.

Und um 18.30 Uhr berichtet Janina Schünemann von der Fachberatung Kindertagespflege über den Themenbereich „Kindertagespflege – eine alternative Betreuungsform für die Kleinsten.“

Dass es auch eine Caféteria und eine Spielecke gibt, versteht sich für die Organisatorinnen von selbst. Und sicherheitshalber weisen sie darauf hin, dass an diesem Nachmittag alles kostenfrei ist. „Es ist wie bei einer Messe. Man kann kommen und gehen, wie man möchte“, so Sandra Bischoff und Bettina Menke-Siebels.

Wer mit dem Bus kommt, kann gegen Vorlage des Mutterpasses mit den Fahrzeugen der VLN sogar kostenlos bis zur Haltestelle Marienstraße fahren.

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Erstellt:
9. Februar 2019, 19:52 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 54sec

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