Die beteiligten Organisationen und Geldgeber vor dem Nienburger Amtshaus mit der
neuen Notfallkarte. Stüben

Die beteiligten Organisationen und Geldgeber vor dem Nienburger Amtshaus mit der neuen Notfallkarte. Stüben

Landkreis 09.02.2018 Von Die Harke, Von Sebastian Stüben

Damit im Notfall kein Fehler passiert

Neue Karte zum Eintragen von Informationen über Gesundheitszustand

Die Rufnummer einer Vertrauensperson, Grunderkrankungen, Vorliegen einer Patientenverfügung – in einem Notfall kann es wichtig sein, dass solche Daten schnell zur Verfügung stehen. Dafür soll im Landkreis jetzt eine einheitliche Notfallkarte sorgen. Herausgegeben wird sie von den Hilfsorganisationen gemeinsam mit der Kreisfeuerwehr, dem Nienburger Krankenhaus, dem Landkreis sowie den Kommunen Rehburg-Loccum und Nienburg. Finanziert wurde das Projekt im Zeichen der Lebensrettung von der [DATENBANK=5387]Bollmann-Stiftung[/DATENBANK]. „Tagtäglich kommen Menschen, auch im Landkreis Nienburg, in lebensbedrohliche Situationen“, teilen die Initiatoren vom [DATENBANK=2337]ASB in Rehburg-Loccum[/DATENBANK] mit: „Meist sind die Patienten dann selbst nicht mehr in der Lage, dem Rettungsdienst oder Klinikpersonal und Ärzten wichtige Informationen über Ihren Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, Allergien oder Medikamenten zu geben. Angehörige sind oft aufgeregt oder vergessen es, auf bedeutende Umstände aufmerksam zu machen.“

Hier setzt die Notfallkarte an. In die faltbare Taschenkarte können alle wichtigen medizinischen Informationen eingetragen werden. Der dazugehörige auffällige Aufkleber weist auf das Vorhandensein sowie den Aufbewahrungsort der Notfallkarte hin und kann an einem gut sichtbaren Ort in der Wohnung aufgeklebt werden.

„In der Stadt Rehburg-Loccum gibt es die Karte bereits seit einem Jahr“, heißt es seitens des ABS: „Dort wurde sie im vergangenen März auf Initiative des örtlichen Seniorenbeirats gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund ins Leben gerufen.“

ASB-Pressesprecherin [DATENBANK=6676]Anke Diekmann[/DATENBANK]: „Mit einer derart großen Nachfrage und dieser immensen positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet, als wir mit den Karten an die Öffentlichkeit gegangen sind.“ Schon wenige Tage später war die erste Auflage der Notfallkarten vergriffen und ein Nachdruck in Auftrag gegeben.

Auf der Mitgliederversammlung des ASB-Kreisverbandes zeigte sich Landrat Detlev Kohlmeier begeistert von der Notfallkarte und äußerte den Wunsch, dass diese auch kreisweit verbreitet werde. Dafür sagte er die Unterstützung des Landkreises zu. Ab kommender Woche sind die Karten jetzt an den Standorten der Projektpartner sowie in den Kommunen kostenlos erhältlich.

Die Mitarbeiter bei den Rettungsdiensten wurden für die Karten sensibilisiert. Diekmann: „Wenn Sie noch keine Notfallkarte haben, nutzen Sie dieses Angebot und seien Sie auf den Fall der Fälle vorbereitet.“ Weiterhin empfehlen die Herausgeber, die Notfallkarte regelmäßig zu aktualisieren und auch dem Hausarzt zur Vervollständigung oder Korrektur gelegentlich vorzulegen.

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Erstellt:
9. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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