In der Mitte zeigen die Verantwortlichen der Präventionsprojekte Schülerhelfer und Schülerscouts ihr Anliegen mit dem Slogan „Wir helfen Schulen“. Im Kreis um sie herum liegen 3D-Bilder, in denen engagierte Schülerhelferinnen und Schülerhelfer aus Grundschulen ihren Einsatz an den Schulen visualisiert haben. Foto: LK Nienburg

In der Mitte zeigen die Verantwortlichen der Präventionsprojekte Schülerhelfer und Schülerscouts ihr Anliegen mit dem Slogan „Wir helfen Schulen“. Im Kreis um sie herum liegen 3D-Bilder, in denen engagierte Schülerhelferinnen und Schülerhelfer aus Grundschulen ihren Einsatz an den Schulen visualisiert haben. Foto: LK Nienburg

Nienburg 19.12.2020 Von Die Harke

Dann eben ohne Vernetzungstreffen

Trotz Corona gerade noch möglich: Kreativaktion von Schülerhelfern und Schülerscouts

In diesem Jahr konnten die kreisweiten Vernetzungstreffen und Schulungen für Schülerhelfer und Schülerscouts nicht stattfinden. Darum haben die Teamvertreterinnen und -vertreter von Polizei, Kreisjugendring und Landkreis die jungen Leute kürzlich dazu eingeladen, ihre Arbeit an den Schulen in einem 3D-Bild kreativ darzustellen. Die ersten Arbeiten sind fertig, ab Mitte Januar folgen die restlichen.

Schülerhelfer und Schülerscout sind zwei Präventionsprogramme, die an vielen Grund- und weiterführenden Schulen im Landkreis stattfinden. Die durch Corona notwendig gewordene Aufteilung der Kinder und Jugendlichen an Schulen in Kohorten hat die Umsetzung der Programme mehr als schwierig gestaltet. Die schulübergreifenden, kreisweiten Vernetzungstreffen, bei denen sich jährlich je Projekt rund 100 Schülerinnen und Schüler austauschen können, mussten abgesagt werden.

„Um einen kompletten Kontaktabbruch auch unsererseits zu den aktiven Schülerhelferinnen und Schülerhelfern sowie Schülerscouts zu verhindern, haben wir diese Kreativaktion ins Leben gerufen“, erläutert Simone Sommerfeld, Kreisjugendpflegerin beim Landkreis den Ansatz der Projektverantwortlichen von Polizei, Kreisjugendpflege und Kreisjugendring Nienburg. Auf einer Holzplatte mit Figuren aus Holz konnte hier jede Schule ihr Projekt kreativ darstellen.

„Die tollen Ergebnisse zeigen, dass die SchülerhelferInnen und Schülerscouts auch in dieser coronabedingt schwierigen Situation nicht den Mut verlieren und weiter zu ihren Projekten und Aufgaben stehen“, sagt die Kreisjugendpflegerin. Insgesamt 28 Schulen beteiligen sich an der Aktion. Einen Eindruck von den Ergebnissen zeigen die ersten sieben Arbeiten der Grundschulen Alpheide Schule, Nordertorschule, Grundschule Wechold, Grundschule Husum, Grundschule Rodewald, Friedrich Ebert Grundschule und der Projektträger selbst.

Das Team der Kooperationspartner schult Schülerinnen und Schüler ab der 3. Klasse zu Schülerhelferinnen und -helfern an Grundschulen und ab der 8. Klasse zu Schülerscouts an weiterführende Schulen. Geleitet werden die Schulungen von mindestens einer externen Fachkraft, die die jungen Leute an zwei Tagen in unterschiedlichen Bereichen der Streitschlichtung ausgebildet. Mit diesem Wissen setzen sich die Kinder und Jugendlichen dann in ihrem Schulalltag etwa auf dem Pausenhof für ein besseres Miteinander ein. Nach den Schulungen treffen sie sich wöchentlich fortlaufend in einer AG und besprechen die Dinge, die vorgefallen sind oder anstehen. Dabei werden sie von einer Lehrkraft und beziehungsweise oder von einer Schulsozialarbeiterin oder einem Schulsozialarbeiter begleitet.

Damit interessierte Kinder und Jugendliche demnächst auch online zum Thema Streitschlichtung geschult werden können, arbeiten Nicole Schuster und Daniel Jahn von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Madlien Horlbeck und Johanna Mader vom Kreisjugendring Nienburg sowie Simone Sommerfeld von der Kreisjugendpflege des Landkreises mit Hochdruck an der Digitalisierung der Schulungsinhalte. Damit sollen im kommenden Jahr wieder Schulungsangebote möglich werden.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zu den Programmen finden sich hier: www.wirhelfenschulen- nienburg.de

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Erstellt:
19. Dezember 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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