Fehlt dem FC Köln aufgrund eines positiven Corona-Tests: Trainer Steffen Baumgart. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Fehlt dem FC Köln aufgrund eines positiven Corona-Tests: Trainer Steffen Baumgart. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Berlin 04.02.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Darüber spricht die Liga: Topspiel und Verfolgerduell light

Neunter Saison-Heimsieg für die Bayern - oder kann RB Leipzig beim Tabellenführer punkten? Das Topspiel in München ist am Samstag (18.30 Uhr) der Hingucker des 21. Spieltags der Fußball-Bundesliga.

Aber auch das Westduell des Zweiten gegen den Dritten hat es in sich: Dortmund empfängt Leverkusen.

SPITZENSPIEL IN MÜNCHEN: Nach dem Bundesliga-Break wegen der WM-Qualifikationsspiele auf anderen Kontinenten gehen der FC Bayern und RB Leipzig erholt und intensiv vorbereitet in das Topspiel am Samstagabend. „Ich erwarte ein gutes Spiel. Wir sind gut drauf, Leipzig auch“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann. Beim 4:1 im Hinspiel gegen seinen Ex-Club hieß der Trainer auf der RB-Bank noch Jesse Marsch. Jetzt ist Domenico Tedesco Leipzigs Coach, Nagelsmann kennt diesen bestens aus gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim und beim Fußballlehrer-Lehrgang. „Die Mannschaft ist wieder stabiler geworden, sowohl defensiv als auch offensiv“, lobte Nagelsmann die Arbeit von Tedesco: „Wir sind extrem gefordert.“ Tedesco ordnet den Ausflug nach München nicht als „Bonusspiel“ ein. Die Aufgabe gegen das Münchner Team sei extrem herausfordernd: „Schwachstellen zu finden, ist sehr zäh.“

VERFOLGERDUELL IM WESTEN: Streng genommen ist es nur ein Verfolgerduell light, doch es ist das Spiel des Tabellen-Zweiten gegen den Dritten. Allerdings hat Borussia Dortmund vor dem Westduell mit Bayer Leverkusen am Sonntag schon sechs Zähler Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern und sogar acht Punkte Vorsprung auf die Leverkusener. Einen Ausrutscher darf sich der BVB also nicht erlauben, will er sich zumindest eine kleine Titelchance bewahren. Und auch Bayer hat keine Punkte zu verschenken. Denn direkt hinter der Werkself ist die Tabelle im Kampf um die Champions League dicht gestaffelt.

KÖLN OHNE BAUMGART: Kölns Chef-Trainer Steffen Baumgart wurde am Mittwoch positiv auf Corona getestet. Im Spiel gegen Freiburg ersetzt ihn sein Assistent André Pawlak. Der will die Aufgabe auf seine Art lösen. „Ich werde keine Schiebermütze aufsetzen“, sagte der 50-Jährige mit einem Lächeln: „Und ich werde auch sicher nicht im T-Shirt da stehen.“ Baumgarts Schiebermütze wurde im FC-Fanshop zum Verkaufsschlager, zudem stand er zuletzt selbst bei drei Grad im Polo-Shirt und Anglerweste am Spielfeldrand.

GLADBACH NACH DEM EBERL-AUS: Für Trainer Adi Hütter wird die Situation nach dem Rückzug von Max Eberl und dem Verkauf von Denis Zakaria nicht leichter. Nach sechs Niederlagen aus den vergangenen acht Spielen benötigen die Gladbacher am Samstag dringend ein Erfolgserlebnis im Abstiegskampf. „Ich glaube, auch die Mannschaft hat das gut verkraftet. Ich habe das Gefühl, dass es eine Jetzt-erst-recht-Mentalität gibt““, sagte der Coach vor der Partie bei Arminia Bielefeld. Einen Nachfolger für Eberl wolle man in Ruhe suchen, erklärte Vizepräsident Rainer Bonhof.

WOLFSBURGER TRANSFEROFFENSIVE: Drei neue Spieler für rund 23,5 Millionen Euro: Kein anderer Bundesliga-Club hat im Winter mehr Geld auf dem Transfermarkt ausgegeben als der VfL Wolfsburg. Auf Max Kruse ruhen im Abstiegskampf und vor dem wichtigen Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth besonders große Hoffnungen: Der Rückkehrer von Union Berlin soll als Führungsfigur vorangehen und als Stürmer die schwache Chancenverwertung verbessern. Für die gesamte Saison 2021/22 haben die Wolfsburger damit schon mehr als 70 Millionen Euro in neue Spieler investiert, denn bereits im Sommer kamen Profis wie Luca Waldschmidt und Sebastiaan Bornauw für zweistellige Millionenbeträge. Vergleichbare Einnahmen brachte nur der Verkauf von Wout Weghorst, der für rund 14,5 Millionen zum FC Burnley ging.

ZUSCHAUER UND CORONA: Nach den Lockerungen durch die Staats- und Senatskanzleien dürfen zukünftig wieder bis zu 10.000 Fans in die Stadien. Allerdings kommen noch nicht alle Clubs in den Genuss der neuen Regelungen. In Niedersachsen bleibt es vorerst bei einer Zuschauer-Begrenzung von 500 Personen. In Berlin soll erst in der nächsten Woche über die Neuerungen beraten werden. So wird Hertha BSC am Freitag gegen den VfL Bochum erneut nur 3000 Personen im großen Olympiastadion begrüßen, der VfB Stuttgart kann gegen Eintracht Frankfurt nun schon wieder bis zu 10.000 Fans reinlassen. Der FSV Mainz 05 belässt es aus organisatorischen Gründen vorerst bei 6800 Personen.

© dpa-infocom, dpa:220203-99-966448/3

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4. Februar 2022, 04:37 Uhr
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