Nina Guth, Inga Schierholz und Friedhelm de Riese (von links) würden sich sehr freuen, wenn auch die Offene Sprechstunde von den jungen Leuten genutzt würde. Foto: Landkreis Nienburg

Nina Guth, Inga Schierholz und Friedhelm de Riese (von links) würden sich sehr freuen, wenn auch die Offene Sprechstunde von den jungen Leuten genutzt würde. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 15.12.2019 Von Die Harke

„Das Beste aus sich rausholen“

15 Jahre Jugendberufshilfe im Landkreis Nienburg / Jetzt mit „Offener Sprechstunde“ als neuem Angebot

Das Pro-Aktiv-Center (PACE) steht allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 14 bis 27 Jahren mit Fragen rund um die Berufs- und Lebenswegplanung offen. Damit das Beratungsangebot künftig noch mehr junge Menschen und deren Angehörige erreicht, gibt es ab sofort eine „Offene Sprechstunde“. Jeden Dienstag können Interessierte von 14 bis 16 Uhr die Einrichtung des Landkreises Nienburg in der Weserstraße 13 aufsuchen und sich vor Ort direkt an das Team wenden.

„Hier wird einem geholfen. Man versucht das Beste für einen rauszuholen, anstatt einem Steine in den Weg zu legen“, so fasst es eine Person zusammen, die an dem PACE-Projekt teilgenommen hat.

Die jungen Menschen im Projekt stammen aus allen erdenklichen Lebenslagen, mit ganz unterschiedlichen Bildungsverläufen, Interessen und Fragestellungen. „Ihnen allen gemein sind mehrfache Vermittlungshemmnisse in die Ausbildungs- und Berufswelt. Dazu gehören fehlende Schul- und Berufsabschlüsse, gesundheitliche Einschränkungen, Suchtproblematiken oder Langzeitarbeitslosigkeit, sodass viele von ihnen schwer bis kaum vermittelbar sind“, erläutert Nina Guth vom Pro-Aktiv-Center. Manche jungen Menschen seien auch schlicht mit den Fragen des Lebens oder der beruflichen Zukunft überfordert oder könnten sich auf dem Ausbildungsmarkt nicht wiederfinden, so die Sozialarbeiterin. „Bei uns werden sie in vertraulichen Einzelgesprächen beraten.“

In den Beratungen geht es häufig um Fragen zu Bewerbungsverfahren, zum Umgang mit Behörden oder potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Alle Angebote des PACE sind kostenlos. Interessierte können frei am Projekt teilnehmen oder werden durch das Jobcenter vermittelt. Zunächst für sechs Monate, bei Bedarf auch länger.

„Konkrete Hilfsangebote können die Begleitung zu externen Hilfen, etwa zur Schuldnerberatung oder zu psychosozialen Hilfen sein, Konfliktmanagement und Gespräche mit den Eltern sowie Hausbesuche. Im Anschluss können wir gemeinsam Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze suchen oder auch weiterführende Bildungsabschlüsse in den Blick nehmen“, so Nina Guth. Innerhalb der Teilnahme am PACE können so Praktika mit Aufwandsentschädigung oder ein passgenaues Bewerbungstraining stattfinden.

Das PACE agiert nunmehr seit 2004 am Übergang von Schule und Beruf mit den allgemein- und berufsbildenden Schulen, dem Jugendamt, dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit, den Betrieben, Kammern und Innungen sowie mit den unterschiedlichsten freien Trägern der Jugendhilfe.

Zum Team des Pro-Aktiv-Center gehören unter der Fachdienstleitung von Claudia Oelsner Inga Schierholz, Nina Guth und Friedhelm de Riese. Erreichbar ist das PACE in Nienburg in der Weserstraße 13 während der „Offenen Sprechstunde“ dienstags von 14 bis 16 Uhr und unter Telefon 05021/967 756 beziehungsweise per E-Mail unter der Adresse pace@kreis-ni.de. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.pace-nienburg.de.

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Erstellt:
15. Dezember 2019, 18:09 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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