Das Blatt hat sich gewendet

Das Blatt hat sich gewendet

Manon Garms DH

Die „Geburt“ des Nienburger Seniorenbeirates war nicht unumstritten: Das Gremium sei überflüssig, weil doch im Stadtrat schon betagtere Menschen sitzen, die die Senioren vertreten könnten – so lautete ein Gegenargument. Inzwischen hat sich das Blatt aber zumindest innerhalb der Politik gewendet. In der jüngsten Stadtratssitzung bekam der Seniorenbeirat Lob. „Der amtierende Seniorenbeirat hat etwas auf die Beine gestellt und war präsent“, betonte [DATENBANK=101]Klaas Warnecke[/DATENBANK] (SPD). „Wir haben gute Kontakte zum Seniorenbeirat und sehen dessen Arbeit als sehr wertvoll an“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzender [DATENBANK=362]Peter Schmithüsen[/DATENBANK]. Ein Wermutstropfen ist laut Warnecke allerdings, dass der Seniorenbeirat oft in Konkurrenz zu Gruppen von älteren Mitbürgern steht, die sich für bestimmte Belange einsetzen. „Das muss sich ändern“, forderte Warnecke.

Die Seniorenbeiratswahl im kommenden Jahr soll laut aktuellem Stadtratsbeschluss demokratischer werden. Gewählt werden soll per Urnenwahl. „Die Delegiertenwahl war nicht so dolle, jetzt soll es eine Urnenwahl werden, was auch das Demokratischste ist“, sagte [DATENBANK=203]Wilhelm Schlemermeyer[/DATENBANK] (CDU): „Es muss uns gelingen, eine Menge Personen an die Urne zu bekommen. Und die nächste Wahl sollten wir dann mit der Kommunalwahl zusammenlegen.“ Auch Die Linke begrüßte die geplante Direktwahl: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Fraktionsvorsitzende [DATENBANK=271]Viktoria Kretschmer[/DATENBANK].