Stefan Schwiersch DH

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Guten Tag 17.02.2019 Von Stefan Schwiersch

Das Comeback der Stefans

Groß ist die Freude in der Oyler Innenstadt: In unmittelbarer Nachbarschaft hat sich Nachwuchs angekündigt. Es wird ein Junge, Termin ist im Juli. Wir drücken die Daumen, dass alles gut geht, haben der werdenden Mama jegliche Unterstützung zugesagt. Und da meine eigenen Prinzessinen bisher keinerlei Interesse an der Faszination des Kickens zeigen, habe ich gern angeboten, beizeiten die fußballerische Ausbildung des jungen Mannes zu übernehmen. Nun spotten Sie bitte nicht, denn in der Theorie weiß ich durchaus, wie Fußball funktioniert.

Als Gegenleistung meiner Dienste habe ich der künftigen Mutter eine Namensempfehlung ans Herz gelegt. „Stefan“ sei doch ein hübscher Name. Per Whatsapp schickte sie mir dann diesen Smilie mit den verkniffenen Augen, dem die Tränen aus selbigen schießen; ich habe das jetzt mal als fröhliche Zustimmung interpretiert.

Milliarden Stefans auf dieser Welt stehen mir gewiss zur Seite. Schließlich hat der Vorname Stefan (meinethalben auch „Stephan“) nicht nur einen zauberhaften Klang, sondern auch geschichtliches Gewicht. Es gab insgesamt zehn Päpste mit dem Namen Stephan. Offiziell gelistet werden allerdings nur neun: Stephan II. füllte das Amt im Jahre 752 lediglich vier Tage aus, starb noch vor seiner Weihe und wird daher nicht mitgezählt; es war das kürzeste Pontifikat der päpstlichen Geschichte.

Der Name Stefan stammt aus dem Griechischen, bedeutet so viel wie „der Gekrönte“. Außerdem leisten wir Stefans uns den Luxus von vier Namenstagen: am 26. und 27. Dezember, am 2. Februar und am 16. August.

Nomen est omen: In der Sportwelt mischen viele „Gekrönte“ vorn mit: die Fußballer Effenberg, Kießling und Reuter, Handballer Kretschmar, Tennisspieler Edberg, um nur einen Bruchteil zu nennen.

Vor allem in den Sechziger- und Siebzigerjahren verkniffen es sich viele Eltern, mit einer ausufernden Namenssuche für ihre Sprösslinge kostbare Zeit zu verplempern, damals wurde einfach gefühlt jeder Junge Stefan genannt. So schreibt das Internetportal „beliebte-Vornamen.de“: „Mitte der Siebzigerjahre war dieser Vorname sogar mehrfach die Nummer eins der beliebtesten Vornamen. Inzwischen ist dieser Name allerdings nicht mehr modern.“

Wie bitte?! Retro ist das Zauberwort! Die Stefans werden zurückkehren – liebe Nachbarin, Du musst nur den Funken entzünden!

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Erstellt:
17. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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