Sebastian Schwake Stüben

Sebastian Schwake Stüben

Guten Tag 14.05.2019 Von Sebastian Schwake

Das Ende der Eisheiligen

Hobbygärtner fürchten sich jedes Jahr vor den Eisheiligen, auch (ge-)strenge Herren oder Eismänner genannt. Die Eisheiligen gehen auf jahrhundertealte Berichte von Bauern zurück: Sie haben die Wetter- und Witterungsverhältnisse beobachtet und die Erfahrung gemacht, dass es an den Namenstagen der Heiligen oft zu einer letzten Kaltluftfront und damit zu entsprechenden Nachtfrösten kam. Regelmäßig sorgten die Eisheiligen für einen Kälteeinbruch. Dieses Jahr war das anders. In den vergangenen Tagen gab es während der Eisheiligen viel Sonne. Zwar gab es schon durchaus wärmere Tage in einem Wonnemonat Mai, aber die Temperaturen sind diesmal nicht in gänzlich den Keller abgerauscht.

Heute, am 15. Mai, geben sich die Eisheiligen letztmals die Klinke in die Hand: nach Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius ist heute Sophie, gerne auch als „Kalte Sophie“ bezeichnet, an der Reihe. Alle fünf lebten übrigens im dritten bis fünften Jahrhundert und waren Bischöfe oder Märtyrer, Menschen also, die für den Glauben gestorben sind. Die „Kalte Sophie“ geht auf Sophia von Rom zurück. Sie wurde oft um Beistand bei Spätfrost und für eine gute Ernte gebeten. Sophia ist oft mit Trog und Schwert, aber auch mit einem Palmwedel und einem Buch auf Darstellungen zu sehen.

Zuletzt gab es übrigens während der Eisheiligen 2016 nachts Bodenfrost. Den gab es diesmal während der Eisheiligen nicht. In den kommenden Tagen soll es nachts nochmal deutlich kälter werden. Für den 17. und 18. Mai sind Tiefsttemperaturen von fünf bis acht Grad vorhergesagt. Mit viel Pech kann es auch in einigen Regionen Deutschlands Bodenfrost geben...

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Erstellt:
14. Mai 2019, 23:12 Uhr
Lesedauer:
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