Hilmi Halili (rechts) von der Flüchtlingsinitiative Liebenau überreicht Hans-Georg Mühlenfeld ein Erntedankbrot. Foto: Ulrike Granich

Hilmi Halili (rechts) von der Flüchtlingsinitiative Liebenau überreicht Hans-Georg Mühlenfeld ein Erntedankbrot. Foto: Ulrike Granich

Liebenau/Marklohe 10.10.2020 Von Die Harke

Das Erntedank-Brot teilen

Flüchtlingsinitiativen verteilten in den Gottesdiensten in Liebenau und Marklohe 180 Brote

In den Erntedankgottesdiensten am vergangenen Sonntag in Liebenau und Marklohe haben die dortigen Flüchtlingsinitiativen sich mit einer besonderen Geste in Erinnerung gebracht. Ehrenamtliche und Geflüchtete haben an die Gottesdienste-Teilnehmenden Erntedank-Brote verteilt.

50 Brote wurden am Vormittag in der St. Clemens-Romanus-Kirche Marklohe und 100 weitere Brote bei der abendlichen Erntedankfeier auf dem Hof Arkenberg in Liebenau verschenkt. Die Masken verhinderten, dass die Beschenkten und die Gebenden einander anlächeln konnten, und auch manches Bitte und Danke blieb in den Gesichtsstoffen hängen. Darum wurde viel genickt und so freundlich mit den Augen gestrahlt, wie es eben ging.

Gehörten die regelmäßigen Begegnungscafés zu Jahresbeginn noch zum festen Bestandteil der Initiativen, so ist es durch die Pandemie schwerer geworden, dass sich Einheimische und Geflohene begegnen können. Aus dieser Not war die Idee entstanden, etwas zu einer der seltenen Gelegenheiten beizutragen, bei denen viele zusammenkommen.

Jedem verteilten Brot lag eine Karte bei, die dazu einlud, das Brot wiederum mit anderen zu teilen – einem Menschen in der Nachbarschaft etwa oder mit jemandem, der vielleicht lange schon allein ist. So wurde durch das Teilen auch Begegnung möglich. Pastorin Elke Thölke (Marklohe) sowie Pastor Bernd Niss und Vikar Jorit Göbel (beide Liebenau) hatten diesen Gedanken in die Gottesdienste aufgenommen: Gott für das zu danken, was die Menschen ernährt, geschieht durchs Teilen der Gaben. Das ist ein Hauptgedanke dieses Festes.

Die Brote für die Aktion wurden von den Bäckereien Deicke, Grabisch, Mußmann und Pomplun gespendet. Die Druckerei Aschoff hat die Karten gedruckt, die Klaus Deppe von der Initiative in Pennigsehl gestaltet hat. In der Gemeinde Pennig-sehl werden 40 Brote beim Erntedankgottesdienst in der St. Lebuin-Kapelle am heutigen Sonntag verteilt. Die Beteiligten der Initiativen sind mit der Aktion und der Resonanz sehr zufrieden.

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Erstellt:
10. Oktober 2020, 13:12 Uhr
Lesedauer:
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