Timo Schwiersch DH

Timo Schwiersch DH

#tgif 26.05.2017 Von Timo Schwiersch

Das Glücksprinzip

Wir leben in einer kalten Welt – und damit meine ich nicht das Klima. Gefühlskalt. Wir Deutschen ganz besonders, denn das bei all der Effizienz, die uns von Kind auf eingetrichtert wird, bleibt die Menschlichkeit oft auf der Strecke. Wir kümmern uns nicht um Menschen, die wir nicht kennen. Ganz im Gegenteil: wir gehen ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg. Und der Terror, der sich in der heutigen Welt ausbreitet, tut sein Übriges dazu, Misstrauen und Angst zu schüren. Dabei könnten wir alle die Welt mit ganz wenig Aufwand ein Stückchen besser machen. Ich habe vor einiger Zeit ein interessantes Video von Vera F. Birkenbihl gesehen. In diesem beschreibt sie den „Guter-Samariter-Effekt“. In einem Feldversuch wurde getestet, wie stark sich die Hilfsbereitschaft eines Menschen allein dadurch erhöht, dass er kurz zuvor 10 Cent gefunden hat. Das Ergebnis: die Chance, dass ein glücklicher Finder im Anschluss einer hilfsbedürftigen Person seine Hilfe anbietet, war viermal höher! Anders ausgedrückt: wenn jemandem etwas Gutes widerfährt, ist er eher dazu geneigt, auch anderen Menschen Gutes zu tun.

Ein „Schneeballsystem“ guter Taten

Dieses Thema greift auch der Film „Das Glücksprinzip“ aus dem Jahr 2000 auf. Im Film konfrontiert ein Sozialkunde-Lehrer seine Schüler mit der Aufgabe, sich etwas auszudenken, womit sie die Welt verbessern können. Der junge Trevor hat die Idee, drei Menschen bei etwas Schwierigem zu helfen, damit diese wiederum drei anderen Menschen helfen – ein „Schneeballsystem“ guter Taten.

Wenn wir alle dieses Prinzip verinnerlichen würden, könnte jeder einzelne von uns die Welt tatsächlich ein Stückchen besser machen. Dabei müssen das nicht einmal große Taten sein. Man könnte jemandem die Vorfahrt lassen, obwohl man selbst Vorfahrt gehabt hätte. Jemandem über die Straße helfen oder den Einkauf nach oben tragen. Oder bei einem Spaziergang einfach mal 10 Cent fallen lassen, damit ein anderer sie findet. Der Fachbegriff für dieses uneigennützige Handeln lautet übrigens Altruismus.

„Tue Gutes und rede darüber.“

Mein Aufruf, meine Bitte an euch: macht mit! Teilt dieses Video. Erweist einem fremden Menschen einen Gefallen und schreibt in die Kommentare, welche guten Taten ihr vollbracht habt. Damit andere sich ein Beispiel daran nehmen. Frei nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Überzeuge auch deine Mitmenschen davon, diesen Geist des gegenseitigen Helfens – ohne direkte Gegenleistung – weiterzutragen. Lasst uns Nienburg und alle umliegenden Orte etwas freundlicher gestalten. Das wäre schön. :-)

Random Act of Kindness © hakase420 / Fotolia

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Erstellt:
26. Mai 2017, 14:58 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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