Peter Karaskiewicz (Landkreis Nienburg/Weser), Sebastian Meyer (QUINN, Stadt Nienburg/Weser) , Rudi Klemm (WABE e.V.), Jan Wendorf (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Henning Onkes (Bürgermeister) mit dem Bodenaufkleber zur Aktion „Vorsicht Vorurteile!“ auf der Fußgängerbrücke.Foto: Selina Spöttel / WABE

Peter Karaskiewicz (Landkreis Nienburg/Weser), Sebastian Meyer (QUINN, Stadt Nienburg/Weser) , Rudi Klemm (WABE e.V.), Jan Wendorf (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters) und Henning Onkes (Bürgermeister) mit dem Bodenaufkleber zur Aktion „Vorsicht Vorurteile!“ auf der Fußgängerbrücke. Foto: Selina Spöttel / WABE

Nienburg 21.04.2021 Von Die Harke

Das Thema sichtbar machen

WABE-Aktion: „Vorsicht Vorurteile!“ auch in Nienburg

Anlässlich des Aktionstages „Vorsicht Vorurteile!“ beteiligten sich die Städte Nienburgr und Verden an der gleichnamigen Kampagne, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ initiiert wurde. Mit Bodenplakaten wird in beiden Städten im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage (WABE) pointiert zur Reflexion von Rassismus und Vorurteilen angeregt.

In Nienburg fand diese Aktion auf der Fußgängerbrücke statt. Dort erklärte Bürgermeister Henning Onkes: „Die Fußgängerbrücke ist für mich ein guter Ort, weil wir mit dieser Aktion Brücken zwischen den Menschen bauen wollen.“

Auch Jan Wendorf, der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters nahm an der Aktion teil: „Rassismus tritt immer offener und unverhohlener zutage und ist mancherorts (wieder) salonfähig. Das erlebe ich auch persönlich. Die Aktionswochen sind ein wichtiges Zeichen, dass wir als Menschen hier diesem Gift in unserer Gesellschaft offen und konsequent entgegenstehen.“

Die Kampagne „Vorsicht, Vorurteile!“ des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Bundesprogramms „Demokratie leben!“ will auf vorhandene Voreinstellungen und Alltagsrassismus aufmerksam machen und zeigen, dass alle im persönlichen Umfeld rassistische Handlungen und Aussagen hinterfragen und ihnen entgegentreten können. Stilistisch ist „Vorsicht, Vorurteile!“ an die Kampagne „Wer, wenn nicht wir!“ des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von 2017 angelehnt. Die aktuelle Kampagne macht anhand einfacher Denkanstöße auf das Thema Alltagsrassismus aufmerksam und regt an, sich mit eigenen Vorurteilen und Zuschreibungen auseinanderzusetzen. Denn so bleibt unsichtbar, dass Vorurteile verletzen, den Menschen abwerten, das Miteinander schwächen und die Demokratie gefährden – gerade wenn man selbst nicht tagtäglich betroffen ist. Die Kampagne macht dies sichtbar, indem sie das Thema Vorurteile einprägsam und leicht provozierend im öffentlichen Raum darstellt und so das Alltagshandeln unterbricht, irritiert und auf die Problematik hinweist.

Welches Ziel verfolgt die Kampagne?

Die Kampagne regt an, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen, und bietet einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Nur wenige Menschen erkennen ihre eigenen rassistischen Einstellungen oder würden diese offen zugeben. Trotzdem sind alle von Vorurteilen und Stereotypen geprägt. Die Kampagne verdeutlicht, dass Vorurteile und Rassismus nicht nur Phänomene „bei anderen“ sind, sondern ein Teil dieser Gesellschaft. Daher liegt es auch an uns allen, diese zu erkennen und dagegen aktiv zu werden.

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Erstellt:
21. April 2021, 09:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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