Auch kranke und verletzte Tiere wie Katze Kiki werden im Tierheim gepflegt und aufgepeppelt. Foto: Tierheim Schessinghausen

Auch kranke und verletzte Tiere wie Katze Kiki werden im Tierheim gepflegt und aufgepeppelt. Foto: Tierheim Schessinghausen

Schessinghausen 12.12.2020 Von Die Harke

Das Tierheim Schessinghausen muss weiter ausbauen

Ab 1. Januar noch zwei weitere Verträge

Auf ein aufregendes und schwieriges Jahr blicken die Verantwortlichen des Tierheims Schessinghausen zurück. Dabei spielten nötige Sanierungsarbeiten, neue Verträge, aber auch die Corona-Pandemie Rollen. Und 2021 geht es weiter. Aufgrund weiterer Kooperationen wird dringend zusätzlicher Platz benötigt.

„Mit neuen Fundtierverträgen der fünf Kommunen Mittelweser, Marklohe, Liebenau, Uchte Rehburg-Loccum und der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Nienburg starteten wir in das Jahr 2020“, teilen die Mitarbeitenden mit. „Wir wussten, diese neue Herausforderung fordert auch einiges an Umbau- und sogar Ausbaumaßnahmen im Tierheim Schessinghausen. Schließlich ist so unglaublich viel liegen geblieben in den letzten Jahren, da war es zuvor schlicht nicht möglich – es fehlten die Finanziellen Mittel sowie der Gedanke an die Zukunft. Immer und immer wieder stand der Betrieb des Tierheims kurz vor dem Aus.“

Das Wichtigste sei zunächst gewesen, das Hundehaus zu sanieren und eine deutlich größere Katzenquarantäne zu bauen, um weiteren Platz für mehr Tiere schaffen zu können.

Dann aber kam die Corona-Pandemie, die auch das Tierheim vor eine noch größere Herausforderung gestellt habe. „141 Fundtiere erreichten uns bislang. Nur wenige davon, überwiegend Katzen, wurden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Und durch die vielen Einschränkungen wurden deutlich weniger Tiere in ein neues zu Hause vermittelt“, heißt es in dem Bericht. Dafür konnte das Tierheim in diesem Jahr stolze 163 Katzen kastrieren.

Doch es gab eben auch Schwierigkeiten: „Wir mussten und müssen unsere Mitarbeiter so gut es geht schützen, um die Versorgung der Tiere durchgehend gewährleisten zu können. Und wie es zu dieser schwierigen Zeit so ist, sind die Spenden so immens eingebrochen, dass wir nicht all das schaffen konnten, was wir wollten.“

Aber das Hundehaus ist in der Endphase des Ausbaus. Es ist gedämmt, hat neue Fenster, Heizkörper und fließend Wasser – entsprechend der Tierschutz-Verordnung. In ein paar Tagen sollen dort mit Karl, Murphy, Flora und Timmy die ersten Bewohner einziehen.

Die Katzenquarantäne musste erst noch hinten angestellt werden, dennoch müsse sie zwingend Anfang des kommenden Jahres zu Ende gebaut werden. Denn: „Zu unseren bisher fünf Kommunen und dem Veterinäramt kommen ab dem 1. Januar noch zwei weitere Kommunen hinzu: die Stadt Nienburg und der Flecken Steyerberg.

Bislang gab es ganze acht Plätze auf knapp 20 Quadratmetern. In Zukunft werden es 76 Quadratmeter mehr sein, aufgeteilt auf sieben Räume und bis zu 16 Isolationsmöglichkeiten. In voller Auslastung könnten dort in Zukunft gut 50 Katzen gleichzeitig gesund werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 45000 Euro.

„In den letzten Jahren ist es uns mit der tollen Unterstützung von so vielen tierlieben Menschen gelungen, das zu schaffen, was notwendig war. Und nun hoffen wir auch jetzt, in dieser Zeit Unterstützung zu bekommen“, schreibt das Heim. Es appelliert: „Helft uns und besonders den Tieren, unsere Katzenquarantäne so schnell wie möglich fertigstellen zu können, damit Katzen wie Kiki flott wieder gesund werden können.“

Spenden sind möglich mit dem Verwendungszweck „Gemeinsam sind wir stark“ auf das Konto bei der Sparkasse Nienburg mit der IBAN DE31 2565 0106 0000 2913 77.

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Erstellt:
12. Dezember 2020, 20:48 Uhr
Lesedauer:
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