Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

30.05.2016 Von Matthias Brosch

Das Verhalten der anderen

Guten Tag

Es soll Menschen geben, die die Auszeichnung ihres Automobilclubs für unfallfreies Fahren abgelehnt haben und als Begründung nannten, dass dieser Umstand in vielen Situationen vielmehr der Aufmerksamkeit und Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer geschuldet sei. Diese Zurückhaltung zeigt Weitsicht – und im Grunde sollte jeder vor dem Beginn einer Reise daran denken, dass das eigene Glück im Straßenverkehr häufig mit dem Verhalten anderer zusammenhängt. Wer hätte gedacht, dass es Menschen gibt, die illegalerweise ein Blaulicht für ihren Wagen benutzen, um freie Fahrt zu haben? Die Liste der Beispiele lässt sich problemlos fortsetzen. Viele landen nicht in Ihrer Tageszeitung, da es zu keiner Anzeige kommt. Auf „Facebook“ postete ein Nienburger: „Da fährt man von Drakenburg kommend auf den Asia-Kreisel zu, kommt ein Ungeduldiger und setzt 30 Meter vorm Kreisel noch zum Überholen an, schafft es nicht und drängt dann verzweifelt einen Motorradfahrer beiseite (mich) ... ;-)“. Der Bedrängte verzichtete darauf, das Kennzeichen zu posten – und da stellt sich die Frage, wäre das überhaupt erlaubt?

Grundsätzlich wäre eine Anzeige bei der Polizei der richtige Weg, obwohl das häufig wenig bringt, wenn es keine Beweise und Zeugen gibt; es wird aber registriert. Ansonsten lautet die Antwort: Es kommt auf den Einzelfall an – und bitte niemals zur Selbstjustiz aufrufen! Den „Täter“ wird es schmerzen, wenn ihn seine Bekannten auf das Verhalten ansprechen, was seinem „Fahrzeug“ vorgeworfen wird. Für sein Umfeld ist dieses mit seinem Kennzeichen schließlich zu identifizieren.

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Erstellt:
30. Mai 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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