Staffelstabübergabe: Nazli Bayrak (rechts) hat die Geschäfte und Aufgaben der Heimaufsicht von Margret Joritz übernommen. Landkreis Nienburg

Staffelstabübergabe: Nazli Bayrak (rechts) hat die Geschäfte und Aufgaben der Heimaufsicht von Margret Joritz übernommen. Landkreis Nienburg

Landkreis 04.11.2017 Von Die Harke

Das Wohl der Heimbewohner im Blick

Heimaufsicht im Landkreis Nienburg mit neuem Gesicht

Im Landkreis Nienburg gibt es aktuell 29 Alten- und Pflegeheime und zehn Tagespflegeeinrichtungen, für die die Heimaufsicht der Landkreisverwaltung zuständig ist. Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat dort Margret Joritz die Aufgaben wahrgenommen und Geschäfte geführt. Jetzt ist sie in den Ruhestand verabschiedet worden und [DATENBANK=2783]Nazli Bayrak[/DATENBANK] hat ihre Nachfolge angetreten. Im Landkreis leben gegenwärtig 1700 Menschen in Pflegeheimen und viele Menschen besuchen an einem oder mehreren Tagen in der Woche eine Tagespflegeeinrichtung. Mit dem Niedersächsischen Gesetz über unterstützende Wohnformen (NuWG) werden ihre Interessen und die Wahrung ihrer Bedürfnisse unter einen besonderen Schutz gestellt.

Die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben in den Alten- und Pflegeheimen, Kurzzeitheimen, Tagespflegen, nicht selbstbestimmten Wohngemeinschaften und Formen des betreuten Wohnens wird durch die Heimaufsicht sichergestellt. „Sie ist damit direkter Ansprechpartner sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Heimbetreiber in allen Fragen und Belangen, die in Zusammenhang mit Heimen oder einem Einzug und dem Leben im Heim entstehen können“, erläutert Andrea Braunack, Fachdienstleiterin Altenhilfe beim Landkreis.

Die Heimaufsicht ist Überwachungs- und Kontrollbehörde und als Ratgeber und Partner besonders engagiert, wenn es um Selbstbestimmung, Selbständigkeit und Selbstverantwortung sowie Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben innerhalb und außerhalb des Heimes geht. Grundsätzlich stellt die Heimaufsicht eine allgemein anerkannte Qualität des Wohnens und der Betreuung sicher.

Überwacht und sichergestellt wird dies durch wiederkehrende oder anlassbezogene Prüfungen, die überwiegend unangemeldet erfolgen. „Werden Mängel festgestellt, wird der Betreiber zunächst über deren Abstellen beraten. Haben Beratungen keinen Erfolg, können Anordnungen erlassen werden. Die letzte Möglichkeit ist schließlich die Untersagung des Heimbetriebs“, beschreibt Nazli Bayrak das Verfahren.

Seit einiger Zeit nimmt die Heimaufsicht verstärkt Aufgaben im präventiven Bereich wahr mit dem Ziel, das Entstehen von Mängeln, die ihr Eingreifen erforderlich machen, zu verhindern. Das fängt bereits bei der Wahl eines geeigneten Heimes an. Hier raten die Fachleute, sich Pflegeheime im Vorfeld nicht nur anzusehen, sondern auch gezielt Fragen zu stellen, ob individuelle Wünsche und Bedürfnisse in dem jeweiligen Heim auch erfüllt werden können. „Denn liebgewonnene Gewohnheiten, die zu Hause gepflegt wurden, sollten möglichst auch im Heim gelebt werden können. Dabei sollte man sich nicht vom Preis leiten lassen. Teurer ist nicht automatisch besser“, so Braunack.

Nazli Bayrak ist zu erreichen unter Telefon (05021)967859 sowie per E-Mail an altenhilfe@kreis-ni.de.

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Erstellt:
4. November 2017, 21:00 Uhr
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