Manon Garms DH

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Kolumnen 15.01.2018 Von Manon Garms

Das ist kein wirklicher Trost

Mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr ist das ja immer so eine Sache. Sehr wahrscheinlich kann niemand von sich behaupten, dass er alle seine Vorsätze immer rigoros umgesetzt hat. Wenn es um die typischen Vorhaben wie gesündere Ernährung, mehr Sport oder Verzicht auf Zigaretten geht, ist jeder auf sich selbst gestellt – nur er allein kann es schaffen und niemandem die Schuld geben, wenn er „versagt“. Ganz anders sieht das offenbar bei dem Vorsatz aus, den sich die Werbegemeinschaft „Nienburg-Service“ für 2018 auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Die vier geplanten verkaufsoffenen Sonntage wären eigentlich nichts Besonderes – wenn da nicht die Klage von Verdi gewesen wäre, durch die der letzte verkaufsoffene Sonntag im Jahr 2017 ausgefallen ist. Der „Nienburg-Service“ will sich davon nicht einschüchtern lassen und plant fest mit den vier „Verkaufsoffenen“. Und wenn die nicht möglich sein sollten, ist definitiv nicht die Werbegemeinschaft schuld daran, dass sie ihren Vorsatz nicht umgesetzt hat.

Einzelhandelssprecher Jörg Kolossa wirft der Gewerkschaft Verdi vor, die verkaufsoffenen Sonntage einfach nicht zu wollen. Sollte das der Fall sein, muss der „Nienburg-Service“ sich zwar selbst keinen Vorwurf machen, dass er seinen Vorsatz für 2018 nicht realisiert hat. Ein wirklicher Trost dürfte das für die Werbegemeinschaft allerdings nicht sein. Aus diesem Grund hat sie sich als Alternative bereits das „Abend-Shopping“ überlegt.

Der Hindergrund: 62871

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Erstellt:
15. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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